Boeing Dreamliner
Luftfahrtbehörde ordert Triebwerke auf den Prüfstand

Die US-Luftfahrtbehörde lässt Triebwerke des Boeing 787 Dreamliners prüfen. Zur Untersuchung müssen zunächst zwar nur Maschinen von US-Airlines. Doch auch Flugzeuge internationale Airlines könnten betroffen sein.

Washington/New YorkNach einem Triebwerksausfall hat die US-Luftfahrtbehörde FAA amerikanische Fluggesellschaften aufgefordert, neueste Triebwerke beim Boeing 787 Dreamliner zu überprüfen. Die Behörde forderte auf ihrer Webseite am Freitag die Überarbeitung oder den Austausch von mindestens einem der beiden Motoren, mit denen die Boeing 787 ausgestattet sind.

Rick Kennedy vom Motorenhersteller General Electric sagte nach Angaben der Nachrichtenagentur Bloomberg, das Unternehmen wolle das Problem bis September lösen. Doug Alder von Boeing erklärte, der Triebwerksbauer und der Flugzeughersteller arbeiteten in der Angelegenheit mit der Behörde zusammen.

Die Luftfahrtbehörde reagierte damit auf einen Vorfall von Ende Januar. Damals war in einer Boeing 787 der japanischen Fluggesellschaft Japan Airlines auf dem Flug von Vancouver nach Tokio in 6000 Metern Höhe plötzlich der rechte Motor ausgefallen. Ursache war offenbar Eis, das sich im Triebwerk gebildet hatte. Die Piloten konnten dieses nicht wieder starten, den Flug aber mit dem einwandfrei funktionierenden linken Motor fortsetzen. Die FAA erklärte, die Möglichkeit, dass beide Motoren im Flug ausfallen könnten, stelle ein dringendes Sicherheitsproblem dar.

Die Anweisung der FAA gilt zwar nur für die 43 Dreamliner von US-Fluggesellschaften. Weltweit sind jedoch 176 Maschinen betroffen, die bei 29 Fluggesellschaften weltweit im Einsatz sind. Normalerweise folgen auch ausländische Airlines den Empfehlungen der US-Behörde.

Die Anweisung gilt für 43 Flugzeuge, die von US-Gesellschaften geflogen werden. Insgesamt sind 176 Dreamliner bei 29 Fluggesellschaften weltweit im Einsatz. Normalerweise folgen andere Länder der FAA bei sicherheitsrelevanten Fragen.

Der Boeing 787 Dreamliner war 2011 mit dreijähriger Verspätung in Betrieb genommen worden. Seitdem sorgte die Maschine immer wieder wegen technischer Probleme für Schlagzeilen. Wegen wiederholter Probleme mit Lithium-Ionen-Batterien waren im Januar 2013 sämtliche Boeing 787 Dreamliner weltweit für mehrere Monate aus dem Verkehr gezogen worden. Bei zwei Maschinen hatten sich die Batterien überhitzt, wobei bei einem am Boden geparkten Flugzeug ein Feuer ausbrach.






dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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