Boeing
Dreamliner macht auch in der Luft Probleme

Eine Woche nach seinem Jungfernflug hat der Dreamliner des US-Herstellers Boeing einen zweiten Testflug absolviert. Dabei hat sich das Unternehmen erneut blamiert.
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HB EVERETT. Während des gesamten Flugs von etwas mehr als zwei Stunden gab es am Dienstag ein Problem mit der Klappe des Hauptfahrwerks, wie die Testpiloten berichteten. Boeing zufolge konnte das Problem in der Luft behoben werden und die Piloten waren zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. Der Dreamliner war auf dem Everett Paine Field im US-Staat Washington gestartet.

Die Maschine trittBoeings in Konkurrenz zur Airbus A330/340-Reihe sowie zu dem in Konstruktion befindlichen A350. Ursprünglich hätte der Jungfernflug bereits vor rund drei Jahren erfolgen sollen, das Unternehmen musste den Erstflug der Boeing 787 jedoch fünf Mal verschieben. Probleme mit der neuartigen Technologie und der auf zahlreiche Zulieferer verteilten Fertigung hatten zu immer neuen Verzögerungen geführt. Bislang liegen Boeing für den Dreamliner 840 Bestellungen vor. Die japanische All Nippon Airways soll Ende kommenden Jahres die erste Maschine geliefert bekommen.

Auf die Produktionsprobleme bei seinem Hoffnungsträger hat der Flugzeugbauer reagiert, indem er einen weiteren Zulieferer übernommen hat. Boeing kaufte vom italienischen Konzern Alenia die restliche Hälfte an einem US-Werk, das Rumpfteile für die 787 baut. Einen Preis nannte Boeing am Dienstag nicht.

Boeing wollte sich beim Bau der 787 ursprünglich so stark wie bei keinem anderen bisherigen Flugzeug auf Zulieferer verlassen. Die Koordination des Mega-Puzzles erwies sich jedoch schwieriger als gedacht. Die Probleme bei den Zulieferungen waren einer der Hauptgründe für die jahrelange Verzögerung des Dreamliners. Der Zweite sind Schwierigkeiten mit Kohlefaser-Materialien, aus denen das Flugzeug zu einem Großteil besteht.

Das Werk im US-Bundesstaat South Carolina war ursprünglich ein Gemeinschaftsunternehmen zwischen Alenia und dem Flugtechnik- Zulieferer Vought. Boeing hatte den Vought-Anteil bereits 2008 übernommen. Im Sommer kaufte der Flugzeugbauer auch eine Vought- Fabrik, in der Rumpfteile für die 787 produziert werden.

Kommentare zu " Boeing: Dreamliner macht auch in der Luft Probleme"

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  • Es handelte sich nicht um den zweiten Flug DES Dreamliners, sondern um den zweiten Flug EiNES Dreamliners, nämlich den Erstflug des zweiten Testflugzeuges. Da kann es schon mal passieren, daß ein kleines Problem auftritt. Die Tatsache, daß sie es in der Luft lösen konnten, zeigt, daß es nur ein Kleines war.

    Dann handelt es sich bei der 787 auch nicht um ein Konkurrenz produkt zum A380 (787: 230 - 300 Passagiere, A380: 500 - 800 Passagiere !), sondern um ein von den Airlines seit Langem ersehntes Flugzeug für dünnere, längere bis sehr lange Strecken. in einer späteren Version mit kleineren Tragflächen, soll der Vogel auch auf der Mittelstrecke eingesetzt werden können. Deswegen hat sie sich auch bereits vor dem Erstflug so gut verkauft.

    Der Autor beweist mit seinem Artikel lediglich, daß er die Agenturmeldung nicht ordentlich gelesen hat und per se keine Ahnung von der Materie hat.

  • Was für ein idiotischer Artikel!

    Wofür finden denn Testflüge statt? Die aufwendigen Tests dienen doch genau dazu, Probleme herauszufinden, bevor das Flugzeug in den regulären betrieb geht.
    Schon die Anzahl der Passagiersitze macht es deutlich, daß die 787 genauso wenig den Konkurrenzprodukt zum A380 ist, wie ein neuer VW-bus die Antwort auf eine neue S-Klasse von Mercedes sein kann.
    Die letzten drei Artikel haben nichts mit dem Thema zu tun, sondern sind nur Füllwerk, damit man nicht merkt, daß eigentlich nichts im Artikel steht.

    Und sowas im Handelsblatt...

  • Zu Weihnachten darf auch mal die zweite Garde etwas schreiben. Schwacher beitrag von EVERT.

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