Boeing holt auf
Auftragssegen für Airbus

Während Airbus mit seinen beiden großen Maschinen A350 und A380 von einer Katastrophe in die nächste schliddert, verkaufen sich die kleinen Modelle blendend. An einem einzigen Tag gingen beim europäischen Flugzeugbauer 225 Bestellungen für die Kurz- und Mittelstrecken-Jets ein. Doch reicht das, um gegen Boeing bestehen zu können?

HB FRANKFURT. Während des China-Besuchs des französischen Präsidenten Jacques Chirac hat Airbus am Donnerstag 150 seiner Mittelstrecken-Modelle A320 an das Riesenreich verkauft. Die Flugzeuge sollen zwischen 2009 und 2012 produziert und ausgeliefert werden, sagte Airbus-Chef Louis Gallois. Ein erheblicher Anteil solle in dem neuen Werk in der chinesischen Hafenstadt Tianjin produziert werden. Dort entsteht die erste Endmontage-Fabrik außerhalb Europas.

Nur wenige Stunden nach der Vertragsunterzeichnung in Peking gab Airbus bekannt, dass die hierzulande unbekannte US-Billigfluggesellschaft Skybus 65 Maschinen vom nächst kleineren Typ A319 geordert hat. Gemessen an der Zahl der Flugzeuge handele es sich um die größte Einzelbestellung, die Airbus bislang von einer US-Fluggesellschaft erhalten habe, hieß es.

Angaben zum Kaufpreis wurden in beiden Fällen nicht gemacht. Der Listenpreis der von Skybus georderten Maschinen beläuft sich zusammen auf knapp 4 Mrd. Euro. Im Falle Chinas ist es etwa das Dreifache.

Mit der A320-Familie verdient Airbus im Moment das Geld. Insgesamt sind schon 2 900 der Kurz- und Mittelstrecken-Flugzeuge ausgeliefert worden, weitere knapp 1 700 sind fest bestellt. Kleinster Vertreter der Baureihe ist die A318, es folgen A319, A320 und A321. Die Zahl der Sitzplätze reicht von 107 bis 185. Mit Abstand am besten verkauft sich die A320.

Dagegen gehen nur noch wenige Bestellungen für die aktuell verfügbaren größeren Baureihen ein. Die Fluglinien warten auf den neuen Langstrecken-Typ A350XWB, der nach Kundenkritik an ersten Entwürfen aber frühestens 2012 ausgeliefert wird. Auch auf den doppelstöckigen Großraumflieger A380 müssen die Gesellschaften länger warten als ursprünglich geplant. Wegen Problemen in der Fertigung verzögert sich die Auslieferung um fast zwei Jahre.

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