Boeings Vorzeige-Jet 787: Dreamliner-Untersuchung ausgeweitet

Boeings Vorzeige-Jet 787
Dreamliner-Untersuchung ausgeweitet

Nach wie vor sind die 50 Maschinen des Boeing-Typs 787 aus dem Verkehr gezogen. Die Untersuchung einer Pannenserie wird jetzt von Sicherheitsbehörden ausgeweitet. Nicht nur die Batterien werden unter die Lupe genommen.
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Nach den Batterieproblemen beim Dreamliner von Boeing haben die US-Behörden ihre Untersuchungen ausgeweitet. Fachleute würden nun auch das Bordaggregat und die Ladegeräte der Lithium-Ionen-Batterien unter die Lupe nehmen, teilte die Behörde für Verkehrssicherheit (NTSB) am Sonntag mit. Die Hersteller sicherten ihre Kooperation zu. Die Ladegeräte werden von Securaplane Technologies, einer Tochter der britischen Meggitt produziert. Das Bordaggregat stammt von United Technologies, die den Großteil der elektrischen Systeme an Bord des Prestigefliegers stellen.

Die Ursache der Probleme mit den Batterien ist nach wie vor unklar. Eine zu hohe Spannung als Ursache für die Explosion einer Batterie in einer geparkten 787-Maschine am Bostoner Flughafen Anfang Januar hat die NTSB aber ausgeschlossen.

Der Hersteller Boeing hat die Auslieferung der Maschinen gestoppt. Die Produktion des Langstreckenflugzeugs soll aber fortgesetzt werden. Weltweit hatten Behörden die 50 bereits ausgelieferten 787-Jets aus dem Verkehr gezogen.

Japans Behörden nehmen derweil den heimischen Batteriehersteller GS Yuasa genauer unter die Lupe. Wie japanische Medien am Montag meldeten, suchten die Ermittler gemeinsam mit US-Kollegen die Büros der Firma GS Yuasa auf. Das in Kyoto ansässige Unternehmen liefert die Lithium-Ion-Batterien für den Langstreckenflieger.

Direkter Auslöser für das Flugverbot war die Notlandung eines „Dreamliners“ in Japan, in dem eine von zwei eingebauten Batterien geschmort hatte. GS Yuasa gehört zu Japans führenden Herstellern von Lithium-Ion-Batterien. Die Akkus werden seit Jahren für die Konsumelektronik eingesetzt und sind auch in Elektrofahrzeugen sowie Hybrid-Autos verbaut. Allerdings sorgen die Batterien mitunter durch ihre Feuergefährlichkeit für Schlagzeilen. So musste unter anderem der Elektronikriese Sony einmal Tausende der Akkus zurückrufen. GS Yuasa will nach eigenen Aussagen mit den Behörden voll kooperieren.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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