Börse
Angeblicher Quandt-Einstieg treibt Daimler

Einst besaß der Industrielle Herbert Quandt Anteile sowohl an BMW als auch an Daimler-Benz, bis er seine Aktien am Stuttgarter Konzern zugunsten der bayerischen Autoschmiede veräußerte. Jetzt macht an der Börse das Gerücht die Runde, die Quandt-Familie wolle den alten Stand wiederherstellen.

HB FRANKFURT. Die Titel des Autobauers verteuerten sich gegen 16.30 Uhr um 1,3 Prozent auf 68,89 Euro. Die Aktie zählte damit zu den größten Gewinnern im Dax. Auf dem Parkett wurde dem Gerücht allerdings nicht sonderlich viel Wahrheitsgehalt beigemessen. Ein Händler sagte, angeblich wolle die Quandt-Familie drei Prozent an Daimler-Chrysler erwerben. „Ich halte das aber für eher unwahrscheinlich“, fügte der Börsianer hinzu.

Ein Kollege ergänzte, es sei angesichts des Aktienrückkaufprogramms von Daimler-Chrysler „eigentlich egal“, wenn ein weiterer Großinvestor einsteige. „Allein für den Aktienrückkauf müssen sie jeden Tag 450 000 Aktien zurückkaufen“, sagte der Händler. Bislang seien in Daimler 4,6 Millionen Stücke umgegangen, Durchschnitt seien 10 Millionen Stück. Technisch befinde sich die Aktie im klaren Aufwärtstrend mit Ziel Jahreshoch 71 Euro und Unterstützung bei 67 Euro.

Daimler-Chrysler ist nach eigenen Angaben nichts bekannt über einen Einstieg der Quandts, ein Quandt-Sprecher war für eine Stellungnahme kurzfristig nicht erreichbar. Die Herbert-Quandt-Witwe Johanna sowie die beiden Kinder Stefan und Susanne halten zusammen 46,6 Prozent an BMW. Seine Anteile an Daimler hatte Herbert Quandt 1974 an Kuwait verkauft.

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