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21.12.2007 

Bei der NordLB hieß es weiter, Auch BMW müsse seine Produktion zukünftig weiter nach Osten verlagern als bloß bis nach Leipzig, zumal zukünftiges Absatzwachstum insbesondere in den sich entwickelnden Märkten Osteuropas, Russlands und Asiens liege. Mit der Umsetzung des Strategiepapiers aus dem September 2007 und dem Abbau von 8 000 Stellen dürfte BMW seine Rentabilitätsprobleme in den Griff bekommen. Mit Blick auf den in letzter Zeit zurückgekommenen Kurs und angesichts einer vergleichsweise moderaten Bewertung (KGV 2008 von 9,1) belassen die Analysten ihr Rating bei "Kaufen".

BMW steuert auch in diesem Jahr auf einen Rekordabsatz und - bereinigt um einen Sondereffekt - auch auf einen Rekordgewinn zu. Bei der Umsatzrendite ist der Konzern aber hinter andere Premiumhersteller zurückgefallen. Daher hatte der neue Konzernchef Norbert Reithofer angekündigt, dass in den nächsten Jahren insgesamt sechs Mrd. Euro eingespart werden sollen.

Angesichts von Beschäftigungssicherungs-Vereinbarungen will BMW die Stellen sozialverträglich abbauen. Neben der Reduzierung der Zahl der Leiharbeiter ist unter anderem geplant, freiwerdende Stellen nicht neu zu besetzen. Zudem sollen Abfindungsangebote gemacht werden. Dennoch ist die Ankündigung für BMW ungewöhnlich. Jahrelang hatte der Konzern die Zahl der Beschäftigten stabil gehalten oder neue Stellen geschaffen.

Unverständis und harsche Kritik kam aus der Politik: Die Linksfraktion kritisierte die geplante Streichung tausender Stellen bei BMW als "schamlose Renditejagd auf Kosten der Beschäftigten". Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Werner Dreibus, erklärte am Freitag in Berlin: "Hier zeigt sich wieder einmal, wie kaputt unser Wirtschaftssystem ist." Die Börse werde die Stellenstreichung mit Kursgewinnen für die Aktie honorieren, prophezeite er. "Das ist eine schamlose Renditejagd auf Kosten der Beschäftigten."

Er verwies darauf, dass es BMW nach eigenem Bekunden wirtschaftlich sehr gut gehe. "Aber das reicht den Anlegern nicht, sie wollen ein noch größeres Stück vom Kuchen", klagte Dreibus. Und BMW sei kein Einzelfall: "Der Tausch höherer Profite gegen weniger Arbeitsplätze ist gängige Praxis in börsennotierten Konzernen."

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