Börse reagiert kaum auf die Neuigkeit
Sandoz bringt Generikum auf den Markt

Die Novartis-Tochter Sandoz hat in den USA nach der Zulassung durch die Gesundheitsbehörde FDA mit der Auslieferung des Generikums Levothyroxine begonnen. Die FDA habe das Nachahmprodukt als bioäquivalent (AB-rated) zu den Präparaten Synthroid von Abbott Laboratories und Levoxyl von King Pharmaceuticals eingestuft, teilte Sandoz in der Nacht auf Donnerstag in den USA mit.

HB ZÜRICH. Abbott hatte versucht, die Genehmigung von Generika für Synthroid bis zum Vorliegen besserer Testdaten zu verhindern. Der Umsatz mit Synthroid betrug im Jahr 2003 818 Mill. Dollar. Levoxyl kam auf Verkaufserlöse von 256 Mill. Dollar. Alle drei Medikamente werden zur Behandlung von Schilddrüsenunterfunktion, der Hypothyreose, eingesetzt. Laut Schätzungen leiden in den USA etwa 13 Millionen Menschen an einer Schilddrüsen-Fehlfunktion, wobei die Hälfte davon nicht diagnostiziert sei.

An der Börse reagierten die Novartis-Aktien kaum auf die Neuigkeiten. Die Titel notierten nach rund einer Handelsstunde 0,4 % höher bei 57 sfr und entwickelte sich damit im Rahmen des Branchenindex DJ Stoxx Healthcare. Die Schweizer Standardwerte tendierte 0,6 % fester. Die Nachricht sei kursneutral für Novartis, da der Effekt auf den Gewinn nur klein sei, kommentierte die Zürcher Kantonalbank. Bei Kepler Equities hiess es, dass nach der Zulassung von Levothyroxine auch die Firma Mylan Laboratories ein Synthroid-Generikum lancieren könnte.

Trotzdem könnten die Verkäufe des Sandoz-Präparats erheblich sein. Laut der Bank Vontobel trägt Levothyroxine zur notwendigen laufenden Erneuerung des Portfolios von Sandoz bei. Generika sind üblicherweise deutlich günstiger aber auch weniger profitabel als Originalmedikamente. Wenn Nachahmprodukte auf den Markt kommen, leidet meist der Umsatz Originalprodukts.

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