Börsengang: Daimler-Partner BAIC will Milliarden einstreichen

Börsengang
Daimler-Partner BAIC will Milliarden einstreichen

BAIC Motor plant ein Milliardengeschäft. Bis zu zwei Milliarden Dollar will der chinesische Daimler-Partner beim Börsengang in Hongkong einstreichen. Die gewünschten Einnahmen hat das Unternehmen bereits verplant.
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HongkongDer chinesische Daimler-Partner BAIC Motor will bei seinem Börsengang in Hongkong Insidern zufolge bis zu zwei Milliarden Dollar einnehmen. Der IPO des Autoherstellers werde wohl im zweiten Quartal über die Bühne gehen, berichtete der Reuters-Informationsdienst IFR am Freitag unter Berufung auf mit den Plänen vertraute Personen. Daimler hatte im November den Kauf eines zwölfprozentigen BAIC-Anteils für 640 Millionen Euro abgeschlossen. Der Stuttgarter Konzern will damit seine Präsenz auf dem rasch wachsenden chinesischen Automarkt stärken.

Ob es beim Börsengang zu einer Kapitalerhöhung kommt, ist noch offen. Daimler müsste dann Aktien zukaufen, um seinen Anteil von zwölf Prozent zu halten. Daimler unterstütze den Börsengang, bekräftigte ein Sprecher.

Mit den Stuttgartern als Ankerinvestor im Rücken hofft der Staatskonzern BAIC inzwischen auf höhere Einnahmen als ursprünglich mit einer Milliarde Dollar geplant. Das liegt am Wachstum der Pkw-Sparte der Beijing Automotive Group. Der Staatskonzern, der neben Pkw auch Busse, Militärfahrzeuge oder Lastwagen baut, erhöhte den Absatz im vergangenen Jahr um fast 20 Prozent auf mehr als zwei Millionen Fahrzeuge. Mit Übernahmen kleinerer heimischer Produzenten soll der Absatz bis 2015 auf vier Millionen Fahrzeuge verdoppelt werden. Die Milliarden aus dem Börsengang will BAIC, die schon seit 2006 gemeinsam mit Mercedes Pkw produzieren, in neue eigene Modelle stecken.

Der weltweit größte Automarkt wird Branchenexperten zufolge auch in diesem Jahr um mindestens zehn Prozent wachsen, gemessen am Absatz. Im vergangenen Jahr lieferten die Hersteller fast 22 Millionen Fahrzeuge aus, ein Anstieg um 14 Prozent. Für Daimler ist China der Schlüssel zum Erfolg, wenn der Konzern sein Ziel erreichen will, bis 2020 wieder der größte Premiumhersteller weltweit zu sein und die Rivalen BMW und Audi zu überholen.

Begleitet wird der Börsengang von den Banken Goldman Sachs und Morgan Stanley. Hinzu kommen IFR zufolge nun die Deutsche Bank, Citic Securities und HSBC.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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