Börsengang der Bahn
Mehdorn zögert mit Gehalts-Offenlegung

Auch die Vorstände der Bahn haben in den vergangenen Jahren mehr und mehr verdient. Doch erst wenn die Bahn tatsächlich an die Börse gehen kann, will Bahnchef Hartmut Mehdorn die Gehaltstabellen offenlegen.

HB BERLIN. „Wir werden offenlegen, was die Vorstände bekommen, und zwar in dem Moment, wenn die Bahn an die Börse gehen kann. Wenn es mehrere Eigentümer gibt, dann werden es auch alle erfahren“, sagte Mehdorn der „Welt am Sonntag“. Zum jetzigen Zeitpunkt lehnt der Bahnchef mehr Transparenz ab: „Derzeit ist der Bund unser Aktionär, und der ist über jeden Cent informiert, den die Bahnvorstände bekommen.“

Berichte, die Gehälter der Bahn-Vorstände seien seit seinem Antritt 1999 bis 2005 um 400 Prozent gestiegen, wies Mehdorn zurück: „Das ist an den Haaren herbeigezogen. Wenn ich 400 Prozent bekommen hätte, wie behauptet, wäre das falsch und nicht angemessen.“ Höhere Bezüge räumt er jedoch ein: „Natürlich sind die Vorstandsgehälter gestiegen“, sagt der Konzernchef. „Als ich 1999 zur Bahn kam, machte das Unternehmen rund 1,5 Milliarden Verlust. Heute machen wir zwei Milliarden Euro Gewinn. Die DB AG ist im Vergleich zur Bundesbahn moderner, pünktlicher, internationaler.“ Die Bezüge stünden im Vergleich zu Vorständen in DAX-Unternehmen aber „unbestreitbar am Ende der Rangliste“.

Mit Blick auf die Bahnbeschäftigten sagte Mehdorn: „Es gab Tariferhöhungen, und wir haben begonnen, die Mitarbeiter am Erfolg zu beteiligen. Das wollen wir ausbauen.“

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