Börsengang der Siemens-Sparte
IG Metall befürchtet Werksschließungen bei VDO

dpa-afx FRANKFURT/MAIN. Die IG Metall befürchtet die Schließung von Produktionsstandorten des Autozulieferers Siemens VDO in Hessen wegen des geplanten Börsengangs. Nach bislang unbestätigten Plänen sollen der Standort Karben geschlossen und die Produktion in Wetzlar eingestellt werden, wie Bernd Rübsamen von der IG-Metall-Verwaltungsstelle Frankfurt am Montag sagte. "Auf dem Rücken von tausenden Arbeitnehmern, ihrer Existenzen und Familien soll die Braut für potenzielle Aktionäre geschmückt werden", kritisierte Rübsamen. Gegen diese "Kahlschlagpolitik" werde es an diesem Mittwoch Proteste an allen VDO-Standorten geben.

Siemens prüfe derzeit neben einem Börsengang von maximal 49 Prozent der VDO-Anteile auch den Verkauf seiner Automobilsparte - Werksschließungen und eine Zerschlagung der Sparte würden dabei nicht ausgeschlosse, hatte kürzlich die "Automobilwoche" unter Berufung auf Gewerkschaftskreise gemeldet. Auf der Streichliste von Siemens soll demnach das sächsische Werk Stollberg bei Chemnitz stehen. Dort fertigen gut 250 Mitarbeiter Diesel-Einspritzsysteme. Ebenfalls werde die Schließung des hessischen Elektronik-Werks in Karben mit mehr als 1 500 Mitarbeitern diskutiert.

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