Börsenneuling
Gabelstaplerbauer Kion rechnet mit mehr Gewinn

Europas größter Hersteller von Gabelstaplern ist optimistisch. Das Unternehmen geht von einem deutlich höheren Gewinn aus – dank Sondereffekte. Bisher konnte sich Kion nur knapp in den schwarzen Zahlen halten.
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Wiesbaden Die kräftige Nachfrage aus den Schwellenländern treibt die Geschäfte von Europas größtem Gabelstaplerkonzern Kion an. Im ersten Halbjahr stieg der bereinigte Betriebsgewinn um 4,2 Prozent auf 200,4 Millionen Euro, wie Kion am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Mehr als jeder dritte neue Gabelstapler sei in den Wachstumsmärkten geordert worden. „Das sind vor allem die Länder China, Brasilien aber auch Osteuropa“, sagte Finanzchef Thomas Toepfer.

Die Anleger reagierten positiv auf den Zwischenbericht des Börsenneulings. Die Kion-Aktie gewann 1,4 Prozent auf 29,50 Euro. Seit dem holprigen Börsendebüt am 28. Juni hat die Kion-Aktie damit gut ein Fünftel zugelegt.

Kion bekräftigte die Ziele für das laufende Jahr: Sollte die Konjunktur keinen Strich durch die Rechnung machen, peile das Unternehmen 2013 unverändert an, seinen Umsatz und bereinigten Betriebsgewinn (Ebit) moderat zu erhöhen. Zudem stellte der Konzern einen „deutlichen“ Überschuss in Aussicht.

Kion ist hinter dem japanischen Mischkonzern Toyota Industries weltweit die Nummer zwei bei Gabelstaplern und anderen Flurförderzeugen. Zum Konzern mit seinen rund 21.500 Beschäftigten gehören unter anderem die Marken Linde, Still und OM. Der Konzerngewinn schnellte im ersten Halbjahr auf 70,3 Millionen Euro in die Höhe von 25,9 Millionen Euro vor Jahresfrist. Dabei profitierte das Unternehmen auch von Steuereffekten. Kion setzte von Januar bis Juni 2,23 Milliarden Euro um - ein Plus von 0,7 Prozent. Dabei wurde das verkaufte Hydraulikgeschäft aus den Zahlen herausgenommen.

Der Weltmarkt für Gabelstapler ist Kion zufolge im ersten Halbjahr um 3,8 Prozent gewachsen. Auch im Gesamtjahr werde der Weltmarkt zulegen. „Das wird eine niedrige einstellige Verbesserung zum Jahr 2012 sein“, sagte Finanzchef Toepfer. Kion setzt für den weiteren Jahresverlauf nicht nur auf Neuverkäufe sondern auch auf das Service-Geschäft, das 2013 mehr als 40 Prozent zum Konzernumsatz beitragen soll.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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