Industrie

_

Börsenwert: Deutsche Konzerne holen international auf

Laut einer neuen Umfrage festigen deutsche Konzerne in punkto Börsenwert international ihre Spitzenpositionen. Ein weiteres Unternehmen konnte in die Gruppe der 100 Börsengiganten vorstoßen. Dabei hilft auch der Export.

Eine Mitarbeiterin im VW-Werk in Wolfsburg zeigt ein Logo ihres Arbeitgebers. Quelle: dpa
Eine Mitarbeiterin im VW-Werk in Wolfsburg zeigt ein Logo ihres Arbeitgebers. Quelle: dpa

Stuttgart/FrankfurtDeutsche Konzerne gewinnen international an Gewicht. Das geht aus einer am Sonntag von der Unternehmensberatung Ernst & Young veröffentlichen Rangliste der 100 an den Börsen höchstbewerteten Konzerne weltweit hervor.

Anzeige

Fünf Unternehmen aus der Bundesrepublik konnten sich dabei unter den Top 100 platzieren, eines mehr als im vergangenen Jahr. Wertvollster deutscher Konzern war auf Platz 57 Volkswagen mit einem Börsenwert von knapp 102 Milliarden Dollar (77 Milliarden Euro). Der Wolfsburger Autobauer überholte im abgelaufenen Jahr den Münchener Industriekonzern Siemens und ist zum Ende des Jahres als einziges deutsches Unternehmen an der Börse mehr als 100 Milliarden Dollar wert, wie aus der Ernst & Young-Analyse hervorgeht. Genau sind es 101,7 Milliarden, 57 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Der Walldorfer Softwarekonzern SAP (98,5 Milliarden) zog ebenfalls an Siemens (96,0 Milliarden) vorbei.

Marktüberblick Die billigsten Autos der Welt

  • Marktüberblick: Die billigsten Autos der Welt
  • Marktüberblick: Die billigsten Autos der Welt
  • Marktüberblick: Die billigsten Autos der Welt
  • Marktüberblick: Die billigsten Autos der Welt

Im Weltmaßstab finden sich die deutschen Unternehmen nach der Marktkapitalisierung aber unter ferner liefen: VW liegt auf Rang 57, SAP auf 59 und Siemens auf 63. In der Weltrangliste der teuersten Unternehmen hat die "New Economy" Platz eins erobert: Apple ist an der Börse zum Jahresende 484 Milliarden Dollar wert, allein in diesem Jahr stieg die Aktie um 29 Prozent.

Der zweitplatzierte Ölkonzern Exxon Mobil, der in den vergangenen beiden Jahren geführt hatte, ist mit 396 Milliarden Dollar zehn Milliarden weniger wert als Ende 2011. Auf Platz drei bis fünf folgen drei Großkonzerne aus China: Der Ölkonzern Petrochina, der Mobilfunkriese China Mobile und die Bank ICBC. Google hat sich binnen zwei Jahren vom 15. auf den sechsten Platz vorgearbeitet. Das einzige europäische Unternehmen unter den "Top Ten" ist der niederländisch-britische Ölriese Royal Dutch Shell als Neunter.

Chemiebranche Welche Konzerne am meisten forschen

  • Chemiebranche: Welche Konzerne am meisten forschen
  • Chemiebranche: Welche Konzerne am meisten forschen
  • Chemiebranche: Welche Konzerne am meisten forschen
  • Chemiebranche: Welche Konzerne am meisten forschen


Unter den wertvollsten hundert Firmen der Welt dominieren weiterhin die Amerikaner: 39 davon kommen aus den USA, je zehn aus China und Großbritannien. "Die USA schaffen es immer wieder, Unternehmen hervorzubringen, die sich binnen kurzer Zeit an die Weltspitze vorarbeiten. Diese Innovationskraft ist die große Stärke der amerikanischen Wirtschaft", sagt Ernst&Young-Partner Thomas Harms.

  • 30.12.2012, 18:04 Uhrsons_of_liberty

    ACh herrje, ist schon wieder patriotische Märchenstunde von wegen "deutsche" Unternehmen?

    Von nem Wirtschaftsblatt erwarte ich wirklich mehr:

    "Beispielsweise gibt das Handelsblatt den Anteil von BlackRock an der Daimler AG zum 11.08.2011 mit 5,72% an. Korrekt, wenn man nur BlackRock Inc. betrachtet. Bezieht man jedoch die weiteren, in der Stimmrechtsmitteilung vom 18.08.2011 ebenfalls genannten, BlackRock-Firmen mit ein, dann ergibt sich ein völlig anderes Bild:

    Neben BlackRock Inc. mit 5,72% ist BlackRock Holdco 2 Inc. mit 5,55%, BlackRock Financial Management Inc. ebenfalls mit 5,55%, BlackRock Advisors Holdings Inc. mit 3,64%, BlackRock International Holdings Inc. mit 3,48% sowie BlackRock Jersey International Holdings L.P. mit ebenfalls 3,48% an der Daimler AG beteiligt.

    In Summe ergibt sich eine Beteiligung der BlackRock-Gruppe an der Daimler AG von 27,42 Prozent. Somit erreicht die BlackRock-Gruppe die sog. Sperrminorität, was aktienrechtlich weitreichende Folgen hat. Im Klartext heißt das: Bei wesentlichen Entscheidungen im Konzern geht ohne BlackRock nichts."

    http://www.theintelligence.de/index.php/wirtschaft/finanzen/3859-ein-gespenst-geht-um-im-deutschen-aktienindex-blackrock.html

  • 30.12.2012, 15:32 Uhrkognitiver

    Wenn man dagegen das Geschwafel vom deutschen Überfliegerimage von Politik und gleichgeschalteter Presse, wie auch einiger horizontbegrenzter Kommentaoren hier und des Michels allgemein hört, ist dieses Ergebnis dann doch nur als armselig zu bezeichnen, gibt es jedoch das wahre Kräfteverhältnis wieder, das nichts mit der sorgsam gepflegten Jubelprosa zu tun hat. Die Gründe dafür sind naheliegend. Der Dummmichel dem man dadurch Honig ums Maul schmiert, öffnet umso bereitwilliger seine Brieftasche um als Zahlmeister der Welt zu fungieren

  • 30.12.2012, 13:23 UhrJulisu

    Nachtrag:

    Die Amerikaner können froh sein, dass sie keine Partei wie die GRÜNEN in ihrer Politik haben.

    Die hätten sich schon längst dafür stark gemacht, die Grenze zu Mexiko aufzuheben.
    Die würden dies dort auch mit 'kultureller Bereicherung' begründen und von den US-Bürgern mehr Toleranz und Weitsicht fordern.
    Die US Bürger mögen sein wie sie wollen - eines sind sie aber nicht: Kurzsichtig und gegen die eigenen Interessen.
    Und deswegen hätten die GRÜNEN in den USA auch nicht den Hauch einer Chance. Und das ist gut so.

    Deutschland kann international nur so gut mithalten, bzw. Spitzenpositionen einnehmen, weil es über brillante Denker und Techniker verfügt, die sich ehrgeizig und engagiert einbringen.
    Und da gibt es doch allen Ernstes Leute in diesem Land, welche Leistung, Fleiss und Disziplin als biedere Tugenden abtun wollen und dieses Land auf niedriges Niveau herabfahren möchten, um sich damit dem Degenerierten und dem Versagertum anzuschließen und auf irgendwelche abstrusen Freundschaften aus dem Ausland zu hoffen. Das ist nicht nur unterstes Niveau, dass ist geisteskrank.

  • Die aktuellen Top-Themen
Laut Medienbericht: Beats-Musik-App soll iTunes aufgehen

Beats-Musik-App soll iTunes aufgehen

Apple ist der weltgrößte Verkäufer von Musik mit seiner Plattform iTunes. Sie soll laut einem Medienbericht um den Streaming-Dienst des Milliarden-Zukaufs Beats ergänzt werden.

Angriff auf Bunte und Gala: Bauer plant deutsche Ausgabe des People-Magazine

Bauer plant deutsche Ausgabe des People-Magazine

Bekommen Bunte und Gala bald ernstzunehmende Konkurrenz? Die Bauer Media Group plant offenbar eine deutsche Lizenzausgabe des amerikanischen People-Magazine. Diese hätte gegenüber den anderen Zeitschriften einen Vorteil.

  • Business-Lounge
Business-Lounge: Die großen Auftritte der Entscheider

Die großen Auftritte der Entscheider

Premieren, Feste, Symposien oder Jubiläumsfestivitäten – es gibt viele Anlässe, bei denen die Größen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft im Mittelpunkt stehen. Verfolgen Sie die Auftritte in Bildern.

Mit dem Jobturbo durchsuchen Sie mehr als 215.000 Stellenanzeigen  in 36 deutschen Stellenbörsen.
Diese Jobs suchen die Handelsblatt-Leser:
1. Ingenieur   6. Bauingenieur
2. Geschäftsführer   7. Marketing
3. Financial Analyst   8. Jurist
4. Controller   9. Volkswirt
5. Steuerberater   10. Designer