Bogendruckmaschinen: Langley übernimmt Manroland-Werk

Bogendruckmaschinen
Langley übernimmt Manroland-Werk

Aus Manroland in Offenbach wird Langley. Das britische Unternehmen übernimmt das Bogendruckmaschinen-Werk und den dazugehörigen Vertrieb. Insolvenzverwalter Schneider erkannt darin eine „dauerhafte Perspektive“.
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BerlinDer Insolvenzverwalter des Druckmaschinenbauers Manroland hat auch für den zweiten großen Standort einen Käufer gefunden.

Der britische Mischkonzern Langley übernehme das Bogendruckmaschinen-Werk Offenbach, teilte Insolvenzverwalter Werner Schneider am Donnerstag mit. Die rund 860 Mitarbeiter würden übernommen. „Wir sind davon überzeugt, dass hier eine dauerhafte Perspektive für das Bogendruckgeschäft von Manroland gefunden wurde“, sagte Schneider. Langley übernehme auch die komplette internationale Vertriebsorganisation für den Bogendruck.

Mit der Entscheidung für Langley wird die bisher verfolgte Idee obsolet, dass das Werk Offenbach zunächst von Managern übernommen wird; anschließend wollte Schneider auf Investorensuche gehen - etwa in China, wo Shanghai Electric eine Auge auf Teile des insolventen Unternehmens geworfen hatte.

Der asiatische Maschinenbauer war bei der Suche nach einer Lösung nicht zum Zuge gekommen, weil Entscheidungen zu lange dauerten. Auch Manroland-Konkurrent Koenig & Bauer hatte Interesse an Filetstücken bekundet und dieses jüngst noch einmal bekräftigt.

Für das Augsburger Zeitungsdruckmaschinen-Werk hatte Insolvenzverwalter Schneider bereits Mitte Januar einen Käufer gefunden: den Lübecker Mittelständler Possehl. Offen ist noch, wie es mit dem Standort Plauen weitergehen soll.

Manroland war Ende November pleitegegangen, nachdem die Eigentümer Allianz Capital Partners und MAN den Geldhahn zugedreht hatten. Im Zuge der Zerschlagung fallen 2.200 der insgesamt 4.700 Stellen in Deutschland weg.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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