Bombardier leidet unter Auftragsflaute Kanadischer Flugzeug- und Zugbauer macht noch mehr Verlust

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Bombardiers Zugsparte soll umstrukturiert werden

Görlitz soll sich auf Aluminium-Wagenkästen spezialisieren. Das weltweite Produktionszentrum für Loks ist in Kassel geplant, entwickelt werden sie in Mannheim. In Braunschweig soll weiter Signal- und Steuerungstechnik entstehen, in Siegen Drehgestelle.

Bombardier Transportation ist die Zugsparte des kanadischen Flugzeug- und Bahnkonzerns Bombardier. Sie hat fast 40.000 Beschäftigte, davon rund 8.500 in Deutschland. Bei der laufenden Umstrukturierung sollen bis Ende 2018 weltweit 5.000 Arbeitsplätze wegfallen.

Die neuen Angreifer im Jet-Markt
Japan: Mitsubishi Regional Jet
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Airbus und Boeing dominieren den Markt für Mittel- und Langstreckenflieger. Doch ein Duopol haben die beiden Flugzeugbauer nicht überall: Bei Regionalfliegern und bei Business-Flugzeugen ist der Markt bunter. Jetzt schicken sich neue Wettbewerber an, den Markt für Regionaljets zu erobern. Der Mitsubishi Regional Jet (MRJ) soll dabei zu Japans neuem Star der Lüfte werden. Im November 2015 startete die Maschine zum Jungfernflug.

Japan: Mitsubishi Regional Jet (MRJ)
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Der Großkonzern Mitsubishi Heavy Industry (MHI) will mit dem Jet zu einem vollwertigen Flugzeughersteller aufsteigen. Es sind Versionen mit 70 und 90 Sitzplätzen geplant, außerdem ist ein verlängertes Modell mit 100 Plätzen angedacht. Die Japaner werben damit, dass ihre Flugzeuge dank des Designs und vor allem eines neuen Triebwerks nicht nur weniger Sprit verbrauchen, sondern auch mehr Raum für Passagiere als die Rivalen bieten. Im zweiten Quartal 2017 soll das erste Flugzeug an die All Nippon Airways ausgeliefert werden.

China: ARJ 21
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Auch die Volksrepublik China will mit eigenen Maschinen abheben. Der staatliche Flugzeugkonzern Commercial Aircraft Corporation of China (Comac) hat einen klaren Auftrag: Er soll einen Industriesektor begründen, der es auf Dauer auch mit den westlichen Konkurrenten Boeing und Airbus aufnehmen kann. Der erste Vorbote der Offensive ist der Regionaljet ARJ 21, der 2014 seine Premiere feierte. Mit 27 Millionen Dollar ist er deutlich preiswerter als die Konkurrenzmodelle und bietet 90 Passagieren Platz.

China: C919
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Große Bühne für den neuen Jet aus dem Hause Comac im November 2015: Die C919 ist größer als die ARJ21 und gilt daher als Konkurrent für die Boeing 737 und den Airbus A320.

China: C919
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Dann ging der Vorhang auf: Comacs C919 bietet Platz für 158 bis 174 Passagiere und hat eine Reichweite von bis zu 5555 Kilometern.

China: C919
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Comac wirbt, die Maschine sei im internationalen Vergleich „sicherer, ökonomischer, bequemer und besser für die Umwelt“. Abheben wird der Jet aber noch lange nicht: Es wird erwartet, dass das Flugzeug frühestens 2018 oder 2019 ausgeliefert wird.

Russland: Iljuschin Il-114
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Dieses Flugzeug hat seinen Jungfernflug schon lange hinter sich: Als die Il-114 im März 1990 abhob, stand die Sowjetunion kurz vor dem Zerfall. Im Herbst 2015 wurde das Projekt aus der Mottenkiste geholt: Eine Produktionslinie soll aufgebaut werden, dafür muss aber der Motor auf den neuesten Stand der Entwicklung gebracht werden. Die Turboprop-Maschine aus dem Hause Iljuschin ist für den regionalen Flugverkehr geeignet und bietet lediglich 64 Plätze. Die staatliche Flugzeugbau-Holding Russlands hat aber auch einen größeren Flieger im Programm...

In der Bahnsparte sank der Umsatz im Schlussquartal um zehn Prozent und die Bestellungen im Gesamtjahr sackten um 3,4 Prozent ab. Die Umsätze in der Flugzeugsparte fielen zwischen Oktober und Dezember um über 20 Prozent.

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