Boombranche
Maschinenbau: „Made in Germany“ ist gefragt

Mehr Aufträge, mehr Jobs, mehr Export - im Maschinenbau gibt es keine Anzeichen für ein Erlahmen der Konjunktur. Der Verband der Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) teilte mit: Der Auftragseingang im Juli ist um real 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Besonders im Ausland konnte die Branche punkten.

HB FRANKFURT/MAIN. Der Verband legte am Donnerstag in Frankfurt am Main die jüngsten Zahlen für Juli und Juni vor und stellte fest: „Kein Sommerloch im Maschinenbau.“

Das Inlandsgeschäft hätte um zwölf Prozent und die Nachfrage aus dem Ausland um 16 Prozent zugelegt, hieß es. Im Dreimonatsvergleich von Mai bis Juli 2007 ergibt sich laut VDMA gar ein Plus von 18 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Die anhaltend gute Auftragslage schlägt sich auch bei den Arbeitsplätzen nieder. VDMA-Volkswirtin Gesine Schneider sagte der Nachrichtenagentur AP, die Zahl der Beschäftigten in der Branche sei von 770 000 im Juni 2006 auf 804 000 im Juni 2007 gestiegen. Das entspreche einem Plus von 4,4 Prozent.

Auf der Exportseite war vor allem im Handel mit den anderen Euroländern ein kräftiger Zuwachs neuer Bestellungen zu verzeichnen. Schneider berichtete, dass der Export in fast alle Euroländer im Zeitraum Januar bis Juni 2007 zweistellig gegenüber dem Vorjahreshalbjahr zugelegt habe. Nur bei den Ausfuhren nach Frankreich sei mit plus 9,8 Prozent ein etwas geringeres Wachstum zu verzeichnen. VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers ergänzte: „Das ist besonders erfreulich, denn fast jede dritte Exportmaschine geht in die Euro-Nachbarländer.“

Wiechers betonte zugleich: „Die jüngsten Ergebnisse lassen weiterhin kein Erlahmen der Wachstumskräfte erkennen.“ Die zweistelligen Zuwachsraten bei den Auftragseingängen im Juli seien vor allem auch deshalb beachtlich, weil „die Latte im Vergleichsmonat 2006 wegen einer außergewöhnlich hohen Zahl von Großaufträgen hoch lag“.

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