Boomende Exporte: Handel mit Afrika wächst

Boomende Exporte
Handel mit Afrika wächst

21 Prozent aller deutschen Firmen machen Geschäfte in Afrika. Das ergab eine Umfrage der DIHK. Der Nachholbedarf ist aber immer noch groß. Mangelnde Rechtssicherheit und schlechte Infrastruktur bremsen die Beziehungen.
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BerlinAfrika steht bei deutschen Unternehmen so hoch im Kurs wie noch nie. 21 Prozent der Firmen machen bereits Geschäfte mit dem schwarzen Kontinent, wie eine Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) unter Exporteuren ergab, die Reuters am Dienstag exklusiv vorlag. „Innerhalb von fünf Jahren ist das eine Verdoppelung“, sagte Heiko Schwiderowski, der beim DIHK das Referat Afrika und Entwicklungspolitik leitet.

Die Kammer erwartet deshalb einen anhaltend boomenden Handel. „In den nächsten Jahren dürften unsere Exporte nach Afrika um jährlich zehn bis 15 Prozent wachsen“, prognostizierte Schwiderowski. Zum Vergleich: Die gesamten Ausfuhren dürften 2013 lediglich um etwa vier Prozent zulegen.

Riesiger Nachholbedarf

Der Nachholbedarf ist allerdings auch sehr groß: Deutsche Exporteure lieferten im vergangenen Jahr Waren im Wert von fast 1,1 Billionen Euro ins Ausland. Davon landeten aber nur rund 21 Milliarden Euro oder zwei Prozent in Afrika. Und davon wiederum gingen allein 40 Prozent nach Südafrika, traditionell wichtigster deutscher Handelspartner auf dem Kontinent. Mangelnde Demokratie und Rechtssicherheit gepaart mit Korruption und schlechter Infrastruktur stehen besseren Handelsbeziehungen häufig im Weg.

Der DIHK sieht in vielen Ländern aber mittlerweile gute Geschäftschancen, beispielsweise in Ghana und Tansania. „Beide Staaten profitieren von ihrem Rohstoffreichtum, der von Öl bis Kupfer reicht“, erklärte Schwiderowski. „Im Kommen sind auch Kenia, Nigeria und Angola.“ Der Internationale Währungsfonds sagt beispielsweise Angola, das Diamanten ebenso fördert wie Öl und Gold, ein jährliches Wirtschaftswachstum von mehr als sieben Prozent voraus. Für Nigeria erwartet der IWF in den kommenden Jahren ein Plus von über sechs Prozent.

In Chinas Windschatten

Die deutschen Firmen profitieren über sogenannte Dreieckskooperationen von Chinas Rohstoffhunger, der zunehmend durch Lieferungen aus Afrika gestillt wird. „Für Öl, Gas, Kupfer, Erze und andere Rohstoffe baut China Straßen, Eisenbahnlinien und Häfen und modernisiert die Energieversorgung seiner afrikanischen Partner“, sagte Schwiderowski. Da chinesische Unternehmen jedoch selten Qualitäts-, Umwelt- und Sozialstandards einhalten würden, vertrauten die Länder bei Bauplanung und -aufsicht häufig deutschem Ingenieurs-Knowhow. „Gegenwärtig existieren allein in Angola rund ein Dutzend dieser Projekte mit deutscher Beteiligung“, so der DIHK-Experte.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Und dort liegt die Zukunft, nicht in China! Um den afrikanischen Markt konkurrieren wir mit China.

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