Boomender Automarkt
Amerikaner machen deutsche Autobauer froh

Niedrige Benzinpreise locken in den USA die Kundschaft zum Autohändler: Der Autoabsatz übertrifft die Erwartungen der Analysten. Von dieser Überraschung profitieren auch deutsche Autobauer.
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DetroitSinkende Ölpreise, eine wachsende Wirtschaft und starke Rabatte haben den Autoabsatz in den USA im November weiter angeheizt. Die meisten der großen Hersteller konnten erneut mehr Kunden in ihre Autohäuser locken und zum Kauf überzeugen als es von Analysten erwartet worden war.

Sehr gefragt waren besonders spritschluckende Autos wie SUVs und Trucks. Insgesamt stiegen die Verkäufe um 4,6 Prozent auf 1,3 Millionen Fahrzeuge, während Analysten lediglich mit 1,27 Millionen gerechnet hatten.

Das stärkste Absatzplus unter den großen Herstellern verzeichnete Fiat Chrysler mit rund 20 Prozent auf 170.839 Fahrzeuge. Die Kassen klingeln ließen vor allem Autos der Marke „Jeep“ und Pickups der Baureihe „Ram“.

Die Opel-Mutter General Motors steigerte ihren Absatz um 6,5 Prozent auf 225.818 Wagen, während Ford mit 187.000 Fahrzeugen knapp zwei Prozent weniger verkaufte als vor einem Jahr.

„Niedrige Benzinpreise helfen dem ganzen Markt, nicht nur den SUVs und Trucks“, sagte GM-Sprecher Jim Cain. Aber auch das verbesserte Konsumklima, höhere Löhne und die gesunkene Arbeitslosigkeit hätten die Kauflaune gesteigert.

Auch deutsche Autohersteller konnten im vergangenen Monat zulegen. Volkswagen steigerte seinen Absatz um 3,2 Prozent auf 31.725 Autos. Besonders rund lief es für die VW-Tochter Audi, die 22 Prozent mehr Wagen absetzte.

Mercedes erhöhte die Verkäufe um 1,6 Prozent auf 37.925 Fahrzeuge. Schlechter lief es bei der Konkurrenz aus München: BMW verkaufte 31.019 Fahrzeuge seiner Kernmarke, ein Rückgang von 2,3 Prozent. Inklusive der Marke Mini betrug das Minus 0,8 Prozent.

Der japanische Hersteller Toyota konnte in den USA 183.343 Autos losschlagen - ein Zuwachs von drei Prozent. Der Konkurrent Nissan musste hingegen ein Minus von drei Prozent hinnehmen und verkaufte 103.188 Fahrzeuge.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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