Bosch
Anlasser-Geschäft steht offenbar bald zum Verkauf

Weltweit arbeiten 6500 Angestellte in der Anlasser-Sparte von Bosch. Nun will der Autozulieferer den Zweig offenbar verkaufen. Dabei bevorzugt die Geschäftsführung eigentlich einen Verbleib im Konzern.

FrankfurtDer Autozulieferer Bosch wird Insidern zufolge im Sommer den bereits angekündigten Verkaufsprozess für sein Geschäftsfeld Starter und Generatoren (SG) beginnen. Zu Beginn des zweiten Halbjahrs sollten Interessenten Unterlagen zu der Sparte erhalten, sagten zwei mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Nach derzeitigem Planungsstand werde das Geschäftsfeld zum 1. August rechtlich verselbstständigt, erklärte der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats, Alfred Löckle am Donnerstag. Doch nach wie vor gelte, dass es sowohl die von der Geschäftsführung bevorzugte Option eines Verkaufs als auch den Verbleib, zum Teil oder ganz, unter dem Dach von Bosch gebe. „Der weitere Prozess bleibt ergebnisoffen“, sagte Löckle.

Eine Sprecherin von Bosch erklärte, die rechtliche Ausgliederung (carve-out) sei im Lauf des zweiten Halbjahres geplant. Die genannten Termine wollte sie nicht bestätigen.

In der Produktion von Anlassern arbeiten weltweit 6500 Mitarbeiter. Der Umsatz liegt bei etwas über einer Milliarde Euro. Die einst verlustreiche Sparte schreibt nach Angaben des Betriebsrates schwarze Zahlen. Das Unternehmen macht dazu keine Angaben.

Als Interessenten gelten die Finanzinvestoren Triton, KPS, Bain und Centerbridge. abzustoßen, hatte zu Protest in der Belegschaft geführt. Aber auch Konkurrenten aus Asien könnten die Hand heben, erklärte die mit dem Vorgang Vertrauten. Das Unternehmen werde mit 500 bis 700 Millionen Euro bewertet. Bosch arbeitet bei der Transaktion mit der Investmentbank Morgan Stanley.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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