Robert Bosch: Roboter und selbstfahrendes Auto statt Zündkerze

Bosch auf der CES
Roboter statt Zündkerzen

Mykie, Kuri und die Cloud: Bosch sieht seine Zukunft bei Assistenzsystemen und der Vernetzung von Geräten und Maschinen. Auch aus Eigennutz: Intelligente Systeme sollen Hunderte Millionen pro Jahr sparen.
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Las VegasDer Weg in die Zukunft führt für Bosch über Mykie und Kuri. Sie zeigen, welche neuen Produkte der Stuttgarter Konzern demnächst seinen Kunden anbietet. Mykie – „My kitchen elf“ – ist Boschs digitale Küchenfee. Sie weiß, was im Kühlschrank liegt, wie das Wetter wird oder wie lange der Braten im Ofen noch braucht.

Kuri hingegen ist ein 50 Zentimeter großer Roboter für zu Hause. Er wird von Mayfield Robotics entwickelt, einem Silicon-Valley-Start-up von Bosch. Kuri wird Ende 2017 für 699 Dollar (circa 660 Euro) in den USA auf den Markt kommen. Ausgestattet mit Lautsprecher, Mikrofon, Kamera und mehreren Sensoren bewegt er sich sicher im Wohnraum umher.

Kuri plaudert mit den Bewohnern und reagiert beispielsweise auf die Mutter anders als auf Kinder. Wenn sie nach Hause kommen, schickt er den Eltern eine SMS oder liest den Kindern Bücher vor. Aber eine Aufgabe wird Kuri laut Bosch nicht übernehmen: Er macht nicht die Hausaufgaben.

Die Beispiele zeigen: Getrieben durch digitale Vernetzung, mobiles Internet, Big-Data-Analyse und Maschinenlernen entstehen intelligente Systeme, die eigene Entscheidungen treffen und Menschen beraten können. „Viele Menschen wollen das“, meint Bosch-Geschäftsführer Werner Struth. Sie wollen ihr Zuhause vom Auto aus steuern und sie wollen mehr Sicherheit für sich und die Familie. „Unser Ziel ist es, 100 Prozent unserer Produkte zu vernetzen“, sagte Struth.

„Connectivity is the name of the game“ – der Vernetzung gehört die Zukunft – erklärte Struth in seiner Rede auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas. Die Idee des „intelligenten Hauses“ geistert zwar schon seit vielen Jahren durch alle Diskussionen. Aber jetzt schreitet die Realisierung mit schnellen Schritten voran.

Und mittendrin will Bosch seinen Platz finden – für seine Kunden der digitale Lebensbegleiter im Auto und zu Hause werden. Dabei möchte sich der Autozulieferer nicht mit der Macht von Google Home, Amazons Alexa, Microsofts Cortana oder Apples Siri anlegen. Bosch führt den Kampf im Hintergrund: Die Deutschen wollen eine Plattform auf den Markt bringen, auf der auch die digitalen Superassistenten der großen US-Konkurrenten aufgesetzt werden können – dank „Open Source“. Damit bezeichnet man eine Software, deren Quelltext auf Wunsch alle einsehen können. Wer das dennoch ablehnt, kann auch direkt auf die Apps von Bosch zurückgreifen.

Von der Zündkerze in die Wolke: Bosch versucht damit, seine Vergangenheit in die Zukunft umzumünzen. Heimelektronik, Haushaltsgeräte und Automobil sind die Bereiche, in denen der Konzern über Jahrzehnte große Expertise aufgebaut hat. Dazu ist Bosch einer der führenden Hersteller von Sensoren weltweit. Diese Expertisen gilt es jetzt im Konzern zusammenzuführen und in eine Cloud-Plattform umzusetzen, die sich rund um die Person und das Leben des Kunden dreht.

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Freie Parkplätze über die Bosch-Cloud

Kommentare zu " Bosch auf der CES: Roboter statt Zündkerzen"

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  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. http://www.handelsblatt.com/netiquette 

  • "„Connectivity is the name of the game“ – der Vernetzung gehört die Zukunft –..."

    ... und die zugehörige Überwachung auch.

    Mein Haus bleibt dumm.

  • Sollen hunderte von Millionen von Gehältern und Löhne einsparen...sollen also Arbeitsplätze einsparen.
    Ich frage mich nur, wer zum Schluss noch etwas Konsumieren soll, wenn der Großteil der Menschen auf der Straße sitzt...?!

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