Bosch
Glücksmomente in Bangalore

Indien hat sich für die Bosch-Gruppe zu einem der wichtigsten Zukunftsmärkte entwickelt. Auch wenn dort die Sterne den Zeitpunkt einer Werkseröffnung bestimmen.

BANGALORE. Bis Donnerstag stand noch alles in den Sternen. Denn die bestimmen nach Deutung eines Hindu-Priesters in Indien auch den Zeitpunkt einer Werkseröffnung. So musste auch der weltgrößte Autozulieferer Bosch warten, bis der „auspicious moment“, der Glücksmoment gekommen war, wie es der Co-Chef der indischen Bosch-Tochter Mico, Lakshminarayan, formulierte. Am Nachmittag war es dann soweit. Die indischen Gottheiten wollen die selbstbewussten Schwaben nicht herausfordern. Jetzt bauen sie in Indien auch Hochdruck-Einspritzpumpen für Dieselmotoren.

„Indien passt sehr gut zu Bosch“, betont Vorstand Bernd Bohr, der im Konzern die wichtigste Sparte Automobiltechnik mit 26 Mrd. Euro Umsatz verantwortet. In Indien werde viel Wert auf persönliche Beziehungen, Vertrauen und Fairness gelegt. Dazu passe die langfristig orientierte Firmenphilosophie des nicht-börsennotierten Konzerns, meint Bohr.

Indien hat sich mit mehr als einer Milliarde Menschen und einem jährlichen Wirtschaftswachstum von rund sieben Prozent für die Bosch-Gruppe zu einem der wichtigsten Zukunftsmärkte entwickelt. Bereits seit 80 Jahren sind die Schwaben in Indien vertreten und produzieren seit 1954 in dem nach China bevölkerungsreichsten Land der Welt. Bosch begann mit Zündkerzen. Es folgten Autoelektronik, Dieseleinspritztechnik und Software. „Der Konzern hat eine starke historisch gewachsene Position“, bestätigt der Chef der deutsch-indischen Handelskammer Bernhard Steinrücke. Die Autotochter Bosch-Mico gilt als größtes deutsch-indisches Einzelunternehmen im Land.

Die gesamte Bosch-Gruppe beschäftigt in der aufstrebenden Boom-Nation bereits 15 000 Mitarbeiter von insgesamt 250 000 Beschäftigte im Konzern. Zweites großes Standbein ist die Software-Tochter Bosch India, die mit 3 000 Ingenieuren ein Drittel der gesamten Softwareentwickler des Konzerns stellt.

Zuletzt hat Bosch das Investitionsprogramm für Indien von ursprünglich geplanten 180 Mill. Euro bis 2008 auf 325 Mill. Euro erhöht. 100 Mill. Euro flossen davon in die neue Einspritzpumpen-Produktion.

Seite 1:

Glücksmomente in Bangalore

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%