
MünchenDer Hausgerätehersteller Bosch Siemens (BSH) hat zunehmend mit hohen Einkaufskosten zu kämpfen. Trotz eines neuen Rekordumsatzes im vergangenen Jahr brach der Gewinn des Gemeinschaftsunternehmens um ein Fünftel auf 373 Millionen Euro ein, wie BSH am Mittwoch mitteilte.
Der Materialeinkauf habe sich binnen Jahresfrist um 200 Millionen Euro verteuert, sagte Finanzvorstand Johannes Närger. Die Steigerung sei zwar teilweise abgefangen worden, habe aber doch auf das Ergebnis durchgeschlagen.
Nach dem Willen des Managements sollen sich nun auch die Mütter Bosch und Siemens bescheiden und mit 186,5 Millionen Euro rund 20 Prozent weniger Dividende bekommen. Nach Ansicht von Närger würden die Konzerne den Vorschlag akzeptieren, was in der Vergangenheit nicht immer der Fall war.
Dabei ist die Nachfrage nach Waschmaschinen, Kühlschränken und Staubsaugern der Münchner weiterhin groß. Vor allem der steigende Absatz auf dem deutschen Heimatmarkt, in Osteuropa und Asien bescherte BSH ein Umsatzplus von gut sechs Prozent auf fast 9,7 Milliarden Euro.
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