Industrie
Bosch Siemens und AEG vor Personalabbau

dpa-afx BERLIN/NÜRNBERG. Auf die beiden größten deutschen Hausgerätehersteller Bosch Siemens Hausgeräte (BSH) und AEG/Electrolux Deutschland kommen spürbare Personaleinschnitte zu. Der neue Chef von Electrolux Deutschland, Martin Wolgschaft, sagte der Tageszeitung "Die Welt (Dienstag): "Wir rechnen damit, dass wir zu Personalanpassungen kommen müssen, wenn sich die Situation im Jahresverlauf weiter verschärft." Wolgschaft, der sein Amt zum 1. Februar angetreten hatte, sprach von "gravierenden Auslastungsproblemen" im Nürnberger AEG-Werk mit 1 750 Beschäftigten.

Branchenkonkurrent Bosch Siemens Hausgeräte hatte bereits im vergangenen Jahr die Zahl der Mitarbeiter im Inland um 400 reduziert. "Der hohe Preisdruck und die stark gestiegenen Rohstoffpreise belasten das Geschäft - eine Situation, die sich 2005 noch verschärfen wird", sagte BSH-Chef Karl-Ludwig Gutberlet der Zeitung. "Weitere Personalanpassungen im Umfang des vergangenen Jahres sind nicht auszuschließen."

Die schwedische AEG-Konzernmutter Electrolux hatte im Februar angekündigt, es werde geprüft, welche der 27 Werke in Hochlohnländern möglicherweise geschlossen werden müssen. "Darunter fallen grundsätzlich auch die beiden deutschen Standorte von AEG Electrolux in Nürnberg und Rothenburg", sagte Wolgschaft. Für die schwierige Situation machte er auch Managementfehler verantwortlich. So sei die Marke AEG zuletzt im Billigsegment positioniert worden, was ihr geschadet habe. Die Hausgerätehersteller leiden unter dem Markteintritt von Billiganbietern.

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