Bosch

US-Behörden ermitteln offenbar gegen VW-Zulieferer

Die Ermittlungen in der Abgasaffäre haben die US-Behörden laut einem Medienbericht auf den VW-Zulieferer Bosch ausgeweitet. Die Justiz prüfe, ob weitere Autobauer Boschs Programme genutzt haben.
Die US-Justiz hat laut einem Medienbericht die Ermittlungen gegen den VW-Zulieferer aufgenommen. Quelle: dpa
VW und Bosch

Die US-Justiz hat laut einem Medienbericht die Ermittlungen gegen den VW-Zulieferer aufgenommen.

(Foto: dpa)

WashingtonNeben VW ist im Abgas-Skandal laut einem Medienbericht auch Bosch ins strafrechtliche Visier der US-Justiz geraten. Die entsprechenden „Dieselgate“-Ermittlungen seien auf den Zulieferer ausgeweitet worden, meldete der Finanzdienst Bloomberg am Freitag unter Berufung auf eingeweihte Kreise.

Die Stuttgarter werden demnach als Lieferant der Software, die Volkswagen zur Manipulation von Abgastests eingesetzt hat, als aktiver Mittäter verdächtigt und sind deshalb bereits Zielscheibe zahlreicher US-Zivilklagen.

Ein Sprecher des Justizministeriums wollte sich auf Nachfrage nicht dazu äußern, ob nun auch Bosch auf Verwicklung in kriminelle Machenschaften untersucht wird. Ein Sprecher des Unternehmens wollte ebenfalls keinen Kommentar dazu abgeben. Man kooperiere auch in den USA mit den Behörden, sagte er lediglich.

Das sind die größten Autozulieferer
Platz 14: Valeo
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14,5 Milliarden Euro erwirtschaftete der französische Autozulieferer im vergangenen Jahr. Das Unternehmen wirbt unter anderem damit, dass jedes dritte Auto in Europa mit einer Valeo-Kupplung fährt.

Quelle: Berylls Strategy Advisors

Platz 13: Goodyear
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Der US-Konzern ist der weltweit drittgrößte Reifenhersteller und kam 2015 auf einen Umsatz von 15 Milliarden Euro.

Platz 12: Lear Corporation
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Der amerikanische Zulieferer stattet vor allem das Innenleben der Autos aus, unter anderem mit Sitzgarnituren. Mit einem Umsatz von 16,7 Milliarden Euro kommt Lear auf Rang zwölf.

Platz 11: Faurecia
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Der französische Automobilzulieferer designt und produziert Autositze, Abgasanlagen, Innenraumsysteme und Kunststoff-Außenteile. Die weltweit fast 100.000 Mitarbeiter erwirtschafteten im vergangenen Jahr 20,7 Milliarden Euro.

Platz 10: Michelin
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Der traditionsreiche französische Reifenhersteller kam 2015 auf einen Umsatz von 21,2 Milliarden Euro.

Platz 9: Johnson Controls
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Eine Batterie steht im Werk Johnson Controls in Hannover auf einem Produktionsband. Der Mischkonzern produziert und vertreibt Innenausstattungen und Elektroniksysteme vieler Autohersteller. Umsatz: 23,9 Milliarden Euro.

Platz 8: Bridgestone/Firestone
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Das japanische Unternehmen ist vor allem für seine Reifen bekannt. Im Jahr 2015 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 24,1 Milliarden Euro.

Dem Bloomberg-Bericht zufolge wollen die Ermittler des Ministeriums auch der Frage nachgehen, ob noch weitere Autobauer Programme von Bosch genutzt haben, um bei Abgastests von Dieselwagen zu tricksen.

  • dpa
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