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04.07.2008 
Übernahme der Solarfirma

Bosch will Ersol-Aktionäre zwangsweise abfinden

Der Autozulieferer und Elektronik-Konzern Bosch will Ersol bis Anfang kommenden Jahres vollständig übernehmen. Die Stuttgarter werden mit dem Solarzellenhersteller in Kürze einen Beherrschungsvertrag abschließen und alle übrigen Aktionäre aus dem Unternehmen herausdrängen.

 Ersol-Produktion in Erfurt. Foto: apLupe

Ersol-Produktion in Erfurt. Foto: ap

HB STUTTGART. Diese Absicht teilte Bosch in seinem am Freitag veröffentlichten Übernahmeangebot an alle Aktionäre des Erfurter Unternehmens mit. Eine Einstellung der Börsennotierung sei derzeit jedoch nicht geplant, teilte Bosch mit.

Bis Mitte August lägen voraussichtlich alle Genehmigungen der Kartellbehörden vor. Dann könnten die bisher von Bosch getätigten Kaufverträge über mehr als 75 Prozent der Ersol-Aktien vollzogen werden. Für die übrigen Anteile bietet Bosch 101 Euro je Aktie. Verbleibende Minderheitsaktionäre kann Bosch voraussichtlich frühestens im kommenden Jahr zwangsweise abfinden, da ein Optionsvertrag mit einem Großaktionär zum Kauf eines Ersol-Aktienpakets in Höhe von 5,69 Prozent erst im März 2009 fällig wird.

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