Botox-Produzent Investor Icahn meldet „großen Anteil“ an Allergan

Seine Apple-Aktien hatte Carl Icahn unlängst veräußert, nun steigt der Großinvestor beim Pharmakonzern Allergan ein. Nach eigener Auskunft handelt es sich dabei um ein „großes“ Paket an dem Botox-Hersteller.
Der Großinvestor steigt beim irischen Pharmakonzern Allergan ein. Quelle: Reuters
Carl Icahn

Der Großinvestor steigt beim irischen Pharmakonzern Allergan ein.

(Foto: Reuters)

New YorkDer milliardenschwere Großinvestor Carl Icahn hat nach eigener Auskunft ein „großes“ Aktienpaket des irischen Pharmakonzerns Allergan gekauft. In welcher Höhe er sich an dem Botox-Hersteller beteiligt hat, gab der für sein aggressives Finanzgebaren bekannte Icahn am Dienstag allerdings nicht bekannt. Er sicherte Allergan-Chef Brent Saunders seine Unterstützung zu. Icahn äußerte sich zuversichtlich, dass Saunders Allergans Wert für alle Aktionäre steigern könne. An der Wall Street stieg der Kurs des Unternehmens daraufhin um 0,9 Prozent.

Die größten Pharmakonzerne der Welt
Platz 20: Astellas
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Gemessen am reinen Pharmaumsatz ist Astellas die Nummer zwei der japanischen Pharmaindustrie. Der Schwerpunkt liegt auf Transplantationsmedizin, Onkologie und Antiinfektiva. Die Japaner kamen im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 11,1 Milliarden Dollar.

Platz 19: Boehringer
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Das Labor von Boehringer Ingelheim: Der zweitgrößte deutsche Pharmakonzern ist fest in Familienhand. Die Schwerpunkte liegen auf Mittel gegen Atemwegserkrankungen wie etwa das Lungenmittel Spiriva. Ein weiteres bekanntes Mittel ist Pradaxa, das zur Thrombose-Prävention eingesetzt wird. Geschätzter Umsatz 2015: 12,6 Milliarden Dollar.

Platz 18: Takeda
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Takeda ist der größte japanische Pharmahersteller und bietet Mittel in verschiedenen Therapiegebieten. Die Japaner haben sich 2014 durch die Fusion mit Nycomed deutlich vergrößert und kamen voriges Jahr auf einen Pharmaumsatz von 13,8 Milliarden Dollar.

Platz 17: Allergan
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Allergan hieß früher einmal Actavis und ist unter anderem Hersteller von Botox. 2015 machte das Unternehmen einen Umsatz von 15,1 Milliarden Dollar.

Platz 6: Bayer
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Der größte deutsche Pharmakonzern hat sich im Gegensatz zu dem Jahr 2015 um ganze zehn Platze verbessern können. Der Umsatz 2017: 43,1 Milliarden Dollar. Top-Produkte sind beispielsweise der Gerinnungshemmer Xarelto und das Augenmedikament Eylea.

Platz 15: Novo Nordisk
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Die Produktion von Langzeitinsulin der Firma Novo Nordisk: Der dänische Arzneihersteller ist einer der weltweit führenden Anbieter von Mitteln gegen Diabetes. Er kam im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 16,1 Milliarden Dollar.

Platz 14: Bristol-Myers Squibb
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Der New Yorker Konzern hat seinen Schwerpunkt bei Mitteln gegen HIV und in der Immunologie, aber auch in der Onkologie. Der Pharmaumsatz lag 2015 bei 16,6 Milliarden Dollar.

Pläne für eine 160 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Allergan durch den US-Konkurrenten Pfizer hatten sich im April zerschlagen. Hintergrund waren neue Hürden der US-Regierung, mit denen vermieden werden soll, dass heimische Firmen im Zuge von Fusionen ihren Sitz ins Ausland verlegen, um damit Steuern zu sparen. Icahn hatte sich vehement gegen solche Zusammenschlüsse eingesetzt. Der Deal von Allergan und Pfizer hätte seinen Worten zufolge dazu geführt, dass die USA ihr zehntgrößtes Unternehmen an Irland verlieren.

Icahn war am früheren US-Pharmakonzern Forest Laboratories beteiligt, als Saunders dort Unternehmenschef war. Forest wurde dann vom Actavis-Konzern geschluckt, der später seinerseits Allergan kaufte und dann dessen Namen übernahm.

Allergan steht kurz davor, seine Generika-Sparte für 40,5 Milliarden Dollar an die israelische Ratiopharm-Mutter Teva zu veräußern. Danach werde der irische Konzern in der Lage sein, selbst Zukäufe über mehr als eine Milliarde Dollar zu stemmen, sagte Saunders zuletzt.

  • rtr
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