Industrie
BP fordert Preissenkungen bei Zulieferern

BP drückt angesichts der sinkenden Nachfrage nach Ölprodukten auf die Kostenbremse: Der britische Ölkonzern will seine Zulieferer angesichts des gefallenen Ölpreises zu Preissenkungen bewegen.

HB LONDON. Nach Informationen der "Financial Times" organisiert BP Treffen mit Geschäftspartnern aus den USA, Großbritannien und anderen Ländern. Bestehende Verträge sollen nicht verändert werden, aber bei Vertragsverlängerungen und bei neuen Projekten im Golf von Mexiko, in Ägypten und Angola will BP niedrigere Preise durchsetzen.

Der Schritt macht laut Zeitung deutlich, dass sich das Kräftegleichgewicht in der Branche verschiebt. Die Ölserviceunternehmen verlören an Einfluss, während Betreiber wie BP in einer stärkeren Position seien. Im vergangenen Jahr stiegen bei BP die Kosten für den Einkauf um 33 Prozent auf umgerechnet 206 Mrd. Euro. BP-Chef Tony Hayward sagte vergangene Woche, er wolle "die Inflation in die Lieferkette" verlagern, um den Anstieg der Kosten umzukehren. Die Preise für Metalle und Energie seien um 60 bis 70 Prozent gefallen.

Der Rückgang des Ölpreises hat dazu geführt, dass es bei zahlreichen Projekten zu Verzögerungen kommt und Tätigkeiten wie Bohrungen eingeschränkt werden. Die Internationale Energie-Agentur (IEA) schätzt laut "Berliner Zeitung", dass Investitionen in neue Projekte um ein Viertel gesunken seien.

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