
HB LONDON. Die Bekämpfung der Ölpest im Golf von Mexiko kommt den britischen Energiekonzern BP immer teurer zu stehen. Die Kosten beliefen sich bislang auf etwa 990 Mio. Dollar, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Alle Abdichtungsversuche des Konzerns waren bislang erfolglos, der letzte scheiterte Ende vergangener Woche. Die BP-Aktie stürzte kurz nach Eröffnung der Börse in London am Dienstag mehr als zwölf Prozent ab. Am Montag war der dortige Aktienmarkt wegen eines Feiertages geschlossen.
Die Bohrinsel „Deepwater Horizon“ war vor knapp sechs Wochen explodiert. Seitdem fließt Öl ins Meer. Diese Woche will BP einen neuen Anlauf starten, um den Öl-Fluss aufzufangen, und eine Absaug-Glocke über dem Leck installieren. Gleichzeitig wird weiterhin an zwei Entlastungsbohrungen gearbeitet, wie das Unternehmen mitteilte.