Branche erwartet in diesem Jahr hohes Umsatzplus
Deutsche Lasertechnik bleibt weltweit gefragt

Nur wenige Branchen sind international so erfolgreich wie die deutsche Laserindustrie. Die Hersteller von Lasern und optischen Komponenten für Anwendungen in der Messtechnik, der Medizin und in der Fotoindustrie erwarten für das laufenden Jahr ein Plus beim Umsatz von zehn Prozent auf knapp fünf Mrd. Euro. Dabei rechnet die Branche beim Auslandsgeschäft mit einer Steigerung von 13 Prozent und im Inland mit einem Plus von etwa fünf Prozent.

HB DÜSSELDORF. Dies teilte der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes Spectaris, Sven Behrens, anlässlich der Messe Laser mit, die am kommenden Montag in München beginnt. Für die kommenden fünf Jahre rechnet Behrens mit einem jährlichen Umsatzwachstum von rund zehn Prozent.

Der Umsatz der 358 deutschen Betriebe zur Herstellung von Lasern und optischen Komponenten stieg nach den Angaben von Spectaris im vergangenen Jahr um 12,2 Prozent auf 4,5 Mrd. Euro. Die Exportquote kletterte auf 66,8 Prozent. Behrens sieht hierin einen Beleg für die internationale Konkurrenzfähigkeit deutscher Produkte dieser Branche.

Viele der deutschen Anbieter sind erst seit wenigen Jahren am Markt. Rund 88 Prozent der Hersteller haben einen Jahresumsatz von weniger als 50 Mill. Euro. Die Zahl der Beschäftigten stieg im vergangenen Jahr um rund drei Prozent auf 41 000 Personen.

Geschäftsführer Behrens schätzt, dass Deutschland in den optischen Technologien mit einem Wert von 25 Mrd. Euro einen Weltmarktanteil von über 25 Prozent hält. Der Verband schätzt, dass in der Industrie für optische Technologien in Deutschland über 100 000 Personen beschäftigt sind.

Ähnlich erfolgreich ist die deutsche Laserindustrie in der industriellen Lasertechnik, die vor allem in der Produktion der Metall- und Autoindustrie eingesetzt wird. Hier sind Firmen wie Trumpf und Rofin Sinar weltweit führend. Nach Aussage von Gerhard Hein von der Arbeitsgemeinschaft "Laser für die Materialbearbeitung" stieg die Produktion deutscher Hersteller von Laseranlagen im vergangenen Jahr um knapp neun Prozent auf 560 Mill. Euro. Der Produktionswert habe zwischen 1999 und 2004 bei Laser-Strahlquellen und kompletten Laser-Bearbeitungsanlagen um jeweils rund 38 Prozent zugelegt. Dabei stieg der Export zwischen 50 und 60 Prozent. "In kaum einem anderen Technologiefeld kann sich Deutschland seit Jahren so sicher behaupten und Vormachtstellungen im internationalen Vergleich sogar weiter ausbauen", sagt Hein.

Der Weltmarkt für Lasersysteme zur Materialbearbeitung stieg nach Angaben der Unternehmensberatung Optech Consulting im vergangenen Jahr von 3,7 auf 4,7 Mrd. Euro und liege damit nahezu auf dem Niveau des Spitzenjahres 2000.

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