Branche hakt Jahr ab
Maschinenbau mit weniger Aufträgen

Die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer haben im August insgesamt sechs Prozent weniger Aufträge erhalten als im Vorjahreszeitraum.

HB FRANKFURT. Ferienzeit und Sommerhitze hätten sowohl im Inland- als auch im Auslandsgeschäft jeweils zu sechs Prozent weniger Bestellungen geführt, teilte der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) am Dienstag mit.

„Das magere August-Ergebnis hat die positiven Juli-Ergebnisse wieder relativiert“, erklärte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers. Dabei seien die Juli-Zahlen eher die Ausnahme gewesen, während der August nun wieder im Rahmen der trüben Gesamtjahresaussichten liege. Im Vormonat war der Auftragseingang auf Grund von diversen Großaufträgen überraschend gestiegen. „Vermutlich wurde da vor dem Urlaub nochmal der Schreibtisch aufgeräumt“, erläuterte Wiechers.

In dem von kurzfristigen Schwankungen weniger beeinflussten Dreimonatsvergleich Juni bis August ergebe sich ein Minus von zwei Prozent. Dabei verzeichneten die Inlandsorders ein Plus von einem Prozent, während die Auslandsaufträge um drei Prozent schrumpften.

Von dem erneuten Rückgang bei den wichtigen Auslandsorders zeigte sich der VDMA-Chefsvolkswirt nicht überrascht. „Das Ausland folgt nun jetzt mit zeitlicher Verzögerung genau wie das Inland der schwachen Weltkonjunktur“, sagte Wiechers. Im vergangenen Jahr hatten sich die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer bei sehr schwachen Inlandsgeschäften nur durch die Auslandsaufträge halten können.

Das laufende Jahr hat die Branche hinsichtlich des Wachstums bereits abgehakt. Der Verband gehe auch weiterhin von der kürzlich gesenkten Prognose eines Produktionsrückgangs von zwei Prozent aus. 2004 warte die Branche aber auch weiterhin auf eine moderate Erholung. Vergangene Woche hatte Verbandspräsident Diether Klingelnberg für das kommende Jahr nach drei Jahren mit Rückschlägen wieder einen Produktionszuwachs von zwei Prozent angekündigt.

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