Branche profitiert von der Osterweiterung
Schmitz Cargobull zieht es nach Ungarn

Schmitz Cargobull, Europas größter Hersteller von LKW-Aufliegern, setzt auf weiteres Wachstum in Osteuropa. Die hohen Ölpreise vermiesen allerdings die Goldgräber-Stimmung in der Branche.

HORSTMAR. „Wir planen ein neues Montagewerk in Ungarn“, sagte Bernd Hoffmann, Vorstandsvorsitzender und Miteigentümer des münsterländischen Familienbetriebs, im Gespräch mit dem Handelsblatt. Die Entscheidung für die Investition stehe fest, über Kapazität und Baubeginn sei aber noch nicht entschieden. „Gleichzeitig werden wir unsere Belegschaft in Deutschland weiter aufstocken“, sagte Hoffmann. Das Unternehmen beschäftigt derzeit knapp 4 000 Mitarbeiter, die Mehrheit davon in seinen Stammwerken in Altenberge und Vreden im Münsterland.

Das neue Werk bei Budapest soll – ähnlich wie die bereits bestehenden Auslandswerke von Schmitz Cargobull – als „Satellitenwerk“ konzipiert werden. Die Komponenten für die LKW-Auflieger werden im Baukastensystem im Münsterland vorgefertigt und vor Ort den Kundenwünschen angepasst. Bislang betreibt Schmitz Cargobull solche Montagewerke im britischen Durham und im spanischen Saragossa. Auf Westeuropa entfällt derzeit noch der Löwenanteil des Unternehmensumsatzes.

Der Markt für LKW-Auflieger in Europa wird von deutschen Firmen dominiert, zwei Drittel der Produktion gehen in den Export. Und das Geschäft mit Kühlanhängern, Kippladern und Containertrailern boomt. Denn in der Industrie ist der Trend zur Auslagerung von Fertigungen ungebrochen, der LKW wird zur verlängerten Werkbank der Unternehmen.

Der erhöhte Bedarf an Logistikkapazitäten schlägt sich unmittelbar bei den Herstellern von LKW-Aufliegern nieder. Neben Schmitz Cargobull ist vor allem das niedersächsische Familienunternehmen Krone stark im Geschäft. So konnte Krone seinen Umsatz mit LKW-Aufliegern im ersten Halbjahr 2005 um 19,5 Prozent auf 325 Mill. Euro steigern.

Schmitz-Cargobull hat den Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr 2004/2005 um knapp 30 Prozent auf 1,21 Mrd. Euro gesteigert. In den vergangenen fünf Jahren hat das Unternehmen damit seinen Erlös verdoppelt und die Zahl der Mitarbeiter um rund 1 500 erhöht.

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