Branche wertet Rückgang aber nicht als Konjunkturschwäche
Auftragsbücher deutscher Maschinenbauer füllen sich nur schleppend

Die Auftragslage der deutschen Maschinenbauer bleibt weiterhin deutlich unter den Rekordzuwächsen des Vorjahres.

HB DÜSSELDORF. Der Auftragseingang ging preisbereinigt um zehn Prozent gegenüber dem Vergleichmonat des Vorjahres zurück, teilte der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) am Donnerstag in Frankfurt mit. Im Inland fielen die Bestellungen um neun Prozent, im Ausland um zehn Prozent. VDMA-Hauptgeschäftsführer Hannes Heese wertete den Rückgang nicht als Zeichen einer Konjunkturschwäche. „Das im Vorjahresvergleich zweistellige Orderminus geht sowohl im Inland als auch im Ausland einzig auf einen Basiseffekt zurück“, sagte er. Im März 2004 habe die Branche mit plus 37 % den höchsten Zuwachs bei den Auftragseingängen im gesamten Jahr verbucht. Tatsächlich zeigten die Bestellkurven für dieses Jahr ein eher erfreuliches Bild, sagte Hesse. Die Auslandsaufträge hätten im März weiter zugelegt und selbst im Inland sei die Talfahrt bei den Bestellungen offenbar gestoppt.

In dem von kurzfristigen Schwankungen weniger beeinflussten Drei-Monats-Vergleich von Januar bis März fielen die Auftragseingänge insgesamt um zwei Prozent. Dieser Saldo ergebe sich aus einem Rückgang um zehn Prozent in Deutschland und einem Auftragsplus von zwei Prozent aus dem Ausland. Mitte April hatte VDMA-Präsident Dieter Brucklacher trotz zuletzt rückläufigen Auftragseingängen die Verbandsprognose bestätigt, wonach die Maschinenbauproduktion in diesem Jahr um drei Prozent zulegen werde.

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