Branche zeigt sich zum Auftakt der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung zuversichtlich
Luftfahrtindustrie erhofft sich Großaufträge

Die seit mehr als zwei Jahren andauernde Krise in der Luftfahrt geht zu Ende. Diese Zuversicht äußerten die wichtigsten Hersteller gestern in Berlin zum Auftakt der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA), dem größten Branchentreffen in Deutschland. „Die ILA steht am Anfang eines Aufschwungs in der europäischen Luft- und Raumfahrtindustrie“, sagte gestern Rainer Hertrich, Chef des Bundesverbandes der Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) und Co-Chef des Branchenriesen EADS. Bundeskanzler Gerhard Schröder versprach eine „Stärkung des Luftfahrtstandortes Deutschland“.

tom BERLIN. Hertrich gründet seine Erwartungen vor allem auf das europäische Satellitennavigationssystem Galileo, für das in diesem Jahr der Hauptauftrag unterschrieben werden soll, sowie auf den Produktionsstart des Militärtransporters A400M. Die EADS kann sich zudem über einen 3 Mrd. Euro schweren Auftrag zur Lieferung von 30 Ariane-Fünf-Raketen an Arianespace freuen. Damit steigen auch die Chancen, dass die Raumfahrtsparte von EADS dieses Jahr wieder schwarze Zahlen schreibt.

Die EADS hofft darauf, die Galileo-Satelliten mit Ariane-Fünf-Raketen ins All befördern zu können. Eine endgültige Entscheidung darüber ist noch nicht gefallen, doch Branchenkenner räumen dem deutsch-französischen Konzern gute Chancen ein. Günter Stamerjohanns, Chef des Konsortiums Galileo Industries, rechnet damit, dass bereits im Oktober 2005 der erste Testsatellit für das europäische Navigationssystem in den Orbit geschossen werden kann. In den Jahren 2007 bis 2008 soll das Projekt, für das ein Budget von 3,5 Mrd. Euro vorgesehen ist, voll anlaufen.

Als einen neuen Partner kann Galileo Industries jetzt auch den französischen Elektronik- und Rüstungskonzern Thales begrüßen, der 12 % an dem Konsortium übernimmt. Mit dabei sind bereits außer EADS Astrium, Alcatel aus Frankreich sowie die italienische Alenia Spazio.

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