Branchenkreisen zufolge
RAG verkauft Saar Ferngas an RWE

Nach Angaben von Branchenkreisen verkauft der Essener Mischkonzern RAG seine Tochter Saar Ferngas an den Energiekonzern RWE.

HB DÜSSELDORF. Der Kaufpreis liege bei knapp 400 Millionen Euro, hieß es am Mittwoch in Branchenkreisen. Dies entspreche dem Neunfachen des Gewinns vor Steuern und Zinsen der Saar Ferngas, hieß es in den Kreisen. Der Kauf solle rückwirkend zum 1. Januar 2006 erfolgen. Die RAG hält über ihre Tochter Steag rund 76 Prozent an der Saar Ferngas. 20 Prozent liegen bei Eon Ruhrgas, die übrigen Anteile halten vor allem Stadtwerke.

Auch die Zeitung „Die Welt“ (Donnerstagausgabe) berichtete, RWE habe bei der Saar Ferngas den Zuschlag erhalten. Der RAG-Aufsichtsrat habe dem Verkauf zugestimmt. Weder die RAG noch RWE wollten die Angaben kommentieren. RWE und RAG hatten seit längerem über Saar Ferngas verhandelt.

Die in Saarbrücken ansässige Saar Ferngas gehört mit rund 150 Mitarbeitern zur RAG-Kraftwerkstochter Steag. Der Versorger, der einen Umsatz von 1,1 Milliarden Euro erzielt, bezieht nach eigenen Angaben 94 Prozent seines Erdgases vom RWE-Konkurrenten Eon und beliefert vor allem Kunden in Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Abnehmer sind 52 regionale und lokale Energieversorger sowie 20 Industriebetriebe.

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