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Branchenmesse Ispo: Warmer Winter lässt Sportartikelhersteller leiden

Der schneearme Winter verdirbt Händlern und Herstellern das Geschäft. Der Skiverkauf ist in den vergangenen Monaten dramatisch eingebrochen. Doch noch ist nicht alles verloren – und der Sommer verspricht höhere Umsätze.

Eine Frau schaut sich auf der Sportartikelmesse Ispo an einem Regal Skistiefel an: Die Sportartikelbranche leidet unter dem milden Winter. Quelle: dpa
Eine Frau schaut sich auf der Sportartikelmesse Ispo an einem Regal Skistiefel an: Die Sportartikelbranche leidet unter dem milden Winter. Quelle: dpa

MünchenImmerhin: Rund um das Münchener Messegelände liegt ein Hauch von Schnee. Zum Auftakt der weltgrößten Sportmesse Ispo an diesem Sonntag ist das genau der Hoffnungsschimmer, auf den die Branche seit Wochen gewartet hat. Denn durch den viel zu warmen Winter in weiten Teilen Deutschlands sind die Umsätze von Sporthändlern und Hersteller in den letzten Monaten massiv eingebrochen.

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„Das Wetter ist immer unser wichtigster Umsatzbarometer“, sagt Andreas Rudolf, Geschäftsführer von Sport 2000. Der Einkaufsverbund von Sporthändlern hat  zuletzt ein Viertel weniger Skier und Wintersport-Equipment verkauft als im Jahr zuvor. Zudem sitzen die Ladenbesitzer auf Massen von Skistiefeln und warmen Jacken. Dass die Deutschen dafür etwas mehr Jogging-Schuhe gekauft haben, konnte diesen Einbruch nicht ausgleichen.

Sport 2000 ist kein Einzelfall. Überall in der Branche klagen die Firmen über das flaue Geschäft. „Das ist ein schwieriger Winter“, sagt Katharina Le Thierry, die Chefin von Uvex Sports. Die Firma aus Fürth ist Deutschlands bekanntester Hersteller von Skibrillen und Skihelmen. Le Thierry hofft jetzt darauf, dass die Sportler zu Fasching und Ostern noch einmal kräftig einkaufen. Zu diesen Zeiten verbringen Millionen ihren Skiurlaub.

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Schon der vergangene Winter war viel zu warm gewesen, deshalb sind die Umsätze im deutschen Sporthandel 2011 um fünf Prozent auf 7,5 Milliarden Euro gesunken. Auch die großen Einkaufsgruppen Intersport und Sport 2000 mussten Einbußen hinnehmen, wenn auch nicht ganz so stark.

Allerdings verspricht das neue Jahr trotz des bisher enttäuschenden Winters besser zu werden. „Der Januar war bisher in jedem Fall besser als im Vorjahr“, sagt heute Intersport-Chef Klaus Jost.

Sportartikelhersteller

Damit nicht genug: Vor allem die Fußball-Europameisterschaft  im Sommer in Polen und der Ukraine werde für volle Kassen sorgen, ist Sport-2000-Geschäftsführer Rudolf überzeugt. Davon profitieren vor allem zwei Hersteller: Adidas und Nike, die größten Anbieter von Trikots und Kickstiefeln. Nummer drei in diesem Geschäft ist Puma. Die Sporthändler rechnen mit guten Verkäufen der Leibchen der Nationalmannschaften sowie von Fanartikeln. Außerdem schließen sich nach großen Meisterschaften erfahrungsgemäß viele Kinder Fußballvereinen an – was für zusätzliche Einnahmen der Geschäfte sorgt.

Auf der Ispo zeigen bis zum Mittwoch 2344 Aussteller aus 51 Ländern ihre Neuheiten. Die Messe in der bayerischen Landeshauptstadt selbst spürt das schwache Geschäft der Branche nicht: Sowohl die Zahl der beteiligten Firmen ist gestiegen, als auch die vermietete Fläche.

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