Branchenprimus
Radeberger lauert auf Brauerei-Schnäppchen

Der deutsche Biermarkt schrumpft, doch Branchenprimus Radeberger will weiter investieren. Geld soll in den Ausbau der Hauptverwaltung in Frankfurt fließen, aber auch Zukäufe sind denkbar.
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Frankfurt/MainBranchenprimus Radeberger lauert im schrumpfenden deutschen Biermarkt weiterhin auf attraktive Zukäufe. „Wir sind immer interessiert, wenn sich was tut“, sagte der Chef der zur Oetker-Gruppe gehörenden Brauerei, Albert Christmann, in einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Donnerstag). Im Moment geschehe auf dem Markt aber offensichtlich nichts, obwohl allseits die Kosten stiegen. „Falls der Markt weiter schrumpft, wird der Druck sicherlich größer - und dann müssen wir sehen, was passiert“, meinte Christmann. Zu der Brauerei gehören zahlreiche regionale Braustätten und Bier-Marken wie Jever oder Ur-Köstritzer.

Christmann legte ein Bekenntnis zum Standort Frankfurt ab, wo der Konzern seine Hauptverwaltung hat und Biere der Marken Binding, Henninger, Schöfferhofer und Radeberger braut. Die Mitarbeiter müssten sich keine Sorgen um die Zukunft des Standorts im Stadtteil Sachsenhausen machen, der für 15 Prozent des Bierabsatzes der Gruppe stehe. Dort entstehe zunächst ein neues Verwaltungsgebäude, bevor Parkhaus und Brauanlagen modernisiert würden. Die Chancen stünden sehr gut, dass auch in 50 Jahren noch Binding-Bier in Frankfurt gebraut werde.

Im Geschäftsjahr 2011 hatte Radeberger nach älteren Angaben sowohl Absatz als auch Umsatz gesteigert. Der Umsatz legte den Angaben zufolge von 1,6 auf 1,8 Milliarden Euro zu. Dafür verkaufte die Gruppe 13,2 Millionen Hektoliter Getränke im In- und Ausland (2010: 13,1 Mio hl). Der Erfolg des Geschäftsjahrs 2012 entscheide sich am Sommerwetter, sagte Christmann der FAZ. „Eine alte Regel besagt: Es sollte um 22 Uhr noch 22 Grad warm sein, dann läuft das Bier.“

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Branchenprimus: Radeberger lauert auf Brauerei-Schnäppchen"

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  • "wo der Konzern seine Hauptverwaltung hat und ... Radeberger braut"

    Ist das seriös recherchiert? Wenn das Bier Radeberger heißt, sollte es aus Radeberg stammen. Warsteiner hatte mit dem Thema in der Vergangenheit einige Probleme. M. W. wird nicht Radeberger, sondern u.a. Clausthaler in Frankfurt gebraut.

  • Hopfen & Malz, Gotts erhalts. ;-)

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