Branchenprozesse
Konsolidierung verläuft in vier Phasen

Konsolidierungsprozesse verlaufen in allen Branchen nach dem gleichen Muster. Das fand die Unternehmensberatung A.T. Kearney in ihrer „Value- Building-Growth“-Studie heraus, für die sie Informationen zu über 30 000 Unternehmen aus 54 Ländern und 15 Jahren analysierte.

ae HB DÜSSELDORF. Das Ergebnis wird veranschaulicht in einer liegenden S-Kurve. Entlang dieser durchlaufen die Branchen vier Phasen: Öffnung, Kumulation, Fokussierung, Balance.

Grafik zu den Phasen ...

In der Eröffnungs-Phase sinkt der Konzentrationsgrad, also der addierte Marktanteil der drei größten Unternehmen einer Branche, auf 15 %. Hier finden sich junge und eben deregulierte Industrien wie Eisenbahn und Telekommunikation.

In der Kumulationsphase gewinnt Größe an Bedeutung, der Konzentrationsgrad steigt auf bis zu 45 % und es bilden sich Hauptakteure heraus, die aggressiv konsolidieren: So in der Pharmaindustrie, bei Automobilzulieferern, bei Kaufhäusern und Brauereien.

In der Fokussierungsphase festigen die Hauptanbieter ihre Kernkompetenzen und tauschen Randaktivitäten. Typisch ist dies für die Bekleidungsindustrie, die Gummi- und Reifenhersteller, die Spielwarenbranche, die Lastwagenhersteller sowie für Werften.

In der Balance-Phase bestimmen wenige Anbieter den Markt. Der Konsolidierungsgrad steigt auf 90 %. Weil Fusionen schwierig werden, kommt es zu Allianzen.

25 Jahre benötigt eine Industrie heute, um sich zu formieren, fragmentieren, konsolidieren und auszubalancieren. Dieser Prozess hat sich durch die Globalisierung enorm beschleunigt.

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