Branchenrück- und -ausblick
Die Deutschen greifen wieder zum Neuwagen

Ist es eine gute oder eine schlechte Nachricht? Die deutsche Autoindustrie prognostiziert im kommenden Jahr stagnierende Verkäufe – die nach einem ordentlichen Jahr 2006 auf hohem Niveau liegen. Speziell der Export ist gut gelaufen; und auch im Inland macht das Autoverkaufen derzeit Freude.

HB FRANKFURT. Die Mehrwertsteuererhöhung zu Jahresbeginn werde nur zu einer vorübergehenden Delle im Absatz auf dem deutschen Markt führen, erklärte der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Dienstag in Frankfurt. Insgesamt ist die Industrie optimistisch und erwartet ein „robustes“ Autojahr. Im Inland sollen 3,4 Mill. Wagen verkauft werden, das wären genauso viele wie 2006.

„Es gibt genügend Anlass zur Zuversicht“, sagte VDA-Präsident Bernd Gottschalk, der in Deutschland eine „kleine Trendwende“ im lange schwächelnden Privatkundengeschäft sieht. Neue Modelle, die gute Kauflaune der Verbraucher, sinkende Benzinpreise und Rabatte hätten den Markt im „goldenen vierten Quartal“ angekurbelt. Immerhin ein Drittel des Zuwachses in diesem Jahr sei unabhängig von der anstehenden Mehrwertsteuererhöhung.

Das laufende Jahr werde mit einer Rallye enden: Um die Mehrwertsteuer zu umgehen, hätten viele Käufer in den vergangenen Wochen Autos gekauft. So stieg die Zahl der Neuzulassungen allein im November gegenüber dem Vorjahr um 18 Prozent auf 326 000 Wagen. Zum dritten Mal in Folge werde der deutsche Automarkt 2006 wachsen und um 3 Prozent auf 3,4 Mill. Fahrzeuge zulegen

„Die Mehrwertsteuererhöhung ist die größte psychologische Hürde im Autojahr 2007“, kritisierte Gottschalk das, was der Industrie aktuell nützt. Ein Neuwagen werde im kommenden Jahr im Schnitt 700 Euro mehr kosten.„Die Autokonjunktur wird aber im Jahresverlauf wieder Tritt fassen und an Robustheit gewinnen.“ Das Nutzfahrzeuggeschäft werde auf hohem Niveau weiter zulegen.

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