Branchenstudie
Zulieferer sind so rentabel wie noch nie

Der Wettbewerb zwischen den Autozulieferern bleibt hart - doch insgesamt erwirtschaftet die Branche so viel Profit wie noch nie. Gewinnen werden aber am Ende nur wenige, zeigt eine neue Studie.
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DüsseldorfDie Zulieferbranche steht vor einem Umbruch. Die Hersteller zieht es in die asiatischen Wachstumsmärkte. Wer nicht mitgeht, verliert möglicherweise wichtige Kunden. Die Qualitätsansprüche steigen durch Baukasten-Systeme, wie Branchenriese Volkswagen sie einsetzt. Und den Margendruck geben die Hersteller weiter an ihre Zulieferer.

Und trotzdem ist die Branche im Jahr 2014 so rentabel wie noch nie, zeigt eine neue Studie der Unternehmensberatung Roland Berger und Lazard. Im Schnitt kommen die Unternehmen auf eine Ebit-Marge von 7,5 Prozent und dürften damit das Ergebnis des Vorjahres noch einmal toppen. Dazu tragen vor allem wenige Gewinner bei.

Denn die Branche bleibt gespalten: Besonders gut schneiden Zulieferer von Reifen und Antriebssträngen ab, die im Schnitt ca. 2-3 Prozentpunkte mehr Marge machen als Zulieferer für den Innenraum. Auch die großen Hersteller wie ZF Friedrichshafen und Continental, denen es leichter fällt, die Nähe zu den Herstellern und ihren internationalen Werken zu suchen, verdienen deutlich besser als ihre kleineren Konkurrenten. Denen fehlen oft Finanzpolster und Mitarbeiter, um den Schritt ins Ausland mitzugehen.

Der harte Wettbewerb zwischen den Zulieferern sorgt für eine Verschiebung der Kräfte. Übernahmen von europäischen Automobilzulieferern durch Investoren aus Schwellenländern sind längst keine Seltenheit mehr. Nur mit dem Geld können technologische Investitionen in neue Antriebssysteme, Fahrassistenz und Konnektivität gestemmt werden.

Denn die Perspektive für Zulieferer, deren Produkte leicht zu ersetzen sind, sieht schlecht aus. Zukunft hat nur, wer auch Zukunftstechnologie anbieten kann. „Zulieferer mit innovativen Produkten können Margen realisieren, die im Schnitt zwei Prozentpunkte höher sind als bei prozessorientierten Lieferanten", sagt Roland Berger-Partner Marcus Berret, einer der Autoren der Studie. Viele hochprofitable Firmen konnten in den vergangenen Jahren auch ihre Finanzpolster wieder aufbessern.

Die brauchen sie auch. Denn nach Ansicht der Studienautoren dürfte es schwer werden, das Rekordjahr zu wiederholen. Die Verkäufe auf vielen wichtigen Märkten wie Europa und den USA stagnieren. Einstige Wachstumsmärkte wie Russland, Brasilien und Indien schwächeln. Einzig China kann noch ein ordentliches Wachstum vorweisen.

Das erhöht den Druck auf die Margen der Hersteller. Zuletzt hatte unter anderem Volkswagen ein milliardenschweres Sparprogramm aufgesetzt, das auch die Zulieferer empfindlich treffen wird. „Wir rechnen damit, dass die Zuliefererbranche 2015 und 2016 nicht mehr so stark wachsen wird wie in den vergangenen Jahren“, sagt Berger-Experte Felix Mogge. Mittelfristig ist allerdings nach Ansicht der Studienautoren noch genug Potential im Markt. Bis 2020, so sagen es die Unternehmensberater voraus, soll der Markt für Fahrzeugkomponenten auf rund 800 Milliarden Euro anwachsen - rund 125 Milliarden Euro mehr als heute.

Kommentare zu " Branchenstudie: Zulieferer sind so rentabel wie noch nie"

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  • Zulieferer rentabek? Ja, weil die Mitarbeiter dort nur noch Sklavenlöhne erhalten bzw. nur noch Zeitarbeiter für 1 Euro je Stunde arbeiten!!! Dies auf Befehl unserer Politiker!

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