Branchentrends
Stahlproduktion in Deutschland wächst

Am deutschen Stahlmarkt zeigen sich vorsichtige Anzeichen einer Erholung: Die Produktion wächst. Allerdings wird es noch eine Weile dauern bis die Branche die Krise vollständig überwunden hat.
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HB BERLIN. Die deutschen Hüttenwerke haben ihre Stahlproduktion im Oktober den sechsten Monat in Folge gesteigert. Sie stellten 8,6 Prozent mehr her als im September, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Bereinigt um Kalender- und Saisoneffekte lag das Plus bei 3,6 Prozent.

Das sei aber nur zum Teil auf die Konjunkturbelebung zurückzuführen, sagte ein Statistiker, weil manche Unternehmen ihre Mitarbeiter im September noch in die Betriebsferien geschickt hatten und dieser Effekt bei der Saisonbereinigung nicht berücksichtigt werde. Dennoch seien Anzeichen für eine leichte Erholung erkennbar. Die Branche sei aber noch weit von dem Niveau entfernt, das vor der Krise erreicht wurde.

Verglichen mit dem Vorjahr lag die Stahlproduktion nunmehr nur noch elf Prozent im Minus, nachdem zu Jahresbeginn zum Teil Einbrüche um etwa die Hälfte verzeichnet wurden und noch im September der Rückgang bei über einem Fünftel lag. Für die kommenden Monate sei allein schon aus statistischen Gründen auf Jahresbasis mit Zuwächsen zu rechnen, sagte der Statistiker, weil dann die gegenwärtigen Zahlen mit den sehr schlechten Daten aus dem Vorjahr verglichen würden.

Mehr Aufschluss darüber, wie sehr die Stahlindustrie immer noch unter der Krise leidet, liefern die Zahlen der ersten zehn Monate: Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum stellten die Hüttenwerke über ein Drittel weniger her. Konzerne wie ThyssenKrupp, Salzgitter oder Weltmarktführer ArcelorMittal haben angesichts des starken Konjunktureinbruchs ihre Produktion drastisch gedrosselt. Inzwischen hat die Nachfrage aber spürbar angezogen, viele Kunden füllen ihre Lager wieder auf.

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