Branchenüberblick
Asien bringt Luxuskonzerne zum Glänzen

LVMH, Hugo Boss und Burberry – die Modeindustrie vermeldet Rekordzahlen. Vor allem in Fernost brummt das Geschäft. Besonders der französische Luxuskonzern LVMH profitiert. Goldene Zeiten für Mode, Schmuck und teure Taschen.
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DÜSSELDORF. Tag für Tag stehen die Kunden vor dem Laden der Luxusmarke Louis Vuitton an den Pariser Champs-Elysées Schlange. Weder stört sie, dass die Franzosen jüngst eine Preiserhöhung von bis zu neun Prozent für ihre beliebtesten Taschenmodelle angekündigt haben. Noch dämmt die Kauflust, dass die französischen Filialen des Labels neuerdings eine Stunde früher schließen. Louis Vuitton hat Sorge, zu Weihnachten nicht mehr genug Artikel im Lager zu haben.

Das Begehren nach der Nobelware lässt die Zahlen des Mutterkonzerns LVMH glänzen. Louis Vuitton trägt angeblich 60 Prozent zu seinem Gewinn bei. In den ersten neun Monaten 2010 sei der Umsatz um rund ein Fünftel auf 14,2 Mrd. Euro gestiegen, teilte der weltgrößte Luxusgüterhersteller, der neben teuren Taschen auch Moët-&-Chandon-Champagner und Dior-Design vertreibt, mit.

LVMH profitierte besonders vom chinesischen Markt. In Fernost sei vor allem die Nachfrage nach Lederwaren, mechanischen Armbanduhren, Mode und Delikatessen gestiegen. „Die exzellente Entwicklung von LVMH in den ersten neun Monaten des Jahres unterstreicht unsere Zuversicht für 2010“, sagte Konzernchef Bernard Arnault – allerdings ohne einen konkreten Ausblick für das Gesamtjahr zu geben.

„Bei LVMH haben sich sämtliche Sparten oberhalb der Erwartung entwickelt“, lobte Analystin Melanie Flouquet von JP Morgan Cazenove in Paris. Insbesondere die Einzelhandelssparte hätte herausgeragt, sagte sie.

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