Branchenverband bestätigt Prognose
Chemieindustrie erwartet Abschwächung

Das Wachstum der deutschen Chemieindustrie ist gebremst. Im zweiten Halbjahr erwartet die Branche eine weitere Abschwächung der Konjunktur. Es werde aber keinen Einbruch geben, erklärte der Verband der Chemischen Industrie (VCI) am Donnerstag in Frankfurt. Allerdings geraten die Margen unter Druck, Grund: der hohe Ölpreis.

HB FRANKFURT. Im ersten Halbjahr stieg die Produktion der Branche um drei Prozent, nur noch halb so stark wie im Vorjahreszeitraum. Die Umsätze gingen um 5,5 Prozent auf 88,9 Mrd. Euro nach oben.

Für das Gesamtjahr bestätigte der VCI seine Prognose, wonach die Produktion um 2,5 Prozent steigen soll. Die Umsätze sollen um 5,5 Prozent wachsen und damit stärker als im März noch erwartet. Damals hatte die Branche mit einem Plus von 4,5 Prozent gerechnet. Im Jahr 2007 war der Umsatz um 7,1 Prozent gestiegen.

Beim Rohölpreis rechnet der Verband in nächster Zeit nicht mit einer Entspannung. "Wir gehen davon aus, dass der Ölpreis nicht fällt", sagte VCI-Präsident Ulrich Lehner. Der Ölpreis hatte zuletzt bei Notierungen von mehr als 145 Dollar pro Fass neue Rekordstände erreicht. Angesichts der steigenden Rohstoffkosten rechne er damit, dass die Gewinnmargen der Unternehmen unter Druck kommen, sagte Lehner.

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