Brauerei
Ermittlungen gegen Radeberger wegen Pfandwert

Radeberger steht vor Ermittlungen wegen Pfand-Trickserei - dabei geht es offenbar auch um die Umsatzsteuer. Die Gruppe soll zu wenig Steuern für Corona-Extra-Flaschen gezahlt haben. Private Brauereien fordern nun Klärung.
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FrankfurtNach dem Streit um mögliche Pfandverstöße bei der Radeberger-Marke Corona Extra steht der Brauereikonzern nun eventuell auch vor Steuerermittlungen. Der Verband Private Brauereien Deutschland hat die hessische Finanzverwaltung am Montag aufgefordert, zu klären, ob die Frankfurter Radeberger-Gruppe zu wenig Umsatzsteuer für verkaufte Bierflaschen der mexikanischen Marke Corona Extra gezahlt hat.

Radeberger habe den falschen Pfandwert von lediglich 8 Cent für Mehrwegflaschen statt 25 Cent für Einwegflaschen bei der Umsatzsteuer zugrunde gelegt und deshalb zu wenig Steuern abgeführt, heißt es in einem Schreiben an den hessischen Finanzminister Thomas Schäfer (CDU), das der Nachrichtenagentur dpa vorliegt.

Die Pfand-Praxis beim Corona-Vertrieb sei nicht nur eine „dreiste Verbrauchertäuschung“, sondern stelle auch „ein eklatantes wettbewerbswidriges Verhalten gegenüber allen deutschen Brauereien dar, die sich gesetzestreu und korrekt verhalten“, sagte Verbandsgeschäftsführer Roland Demleitner am Montag. Radeberger selbst wollte zu möglichen Unregelmäßigkeiten bei der Umsatzsteuer zunächst keine Stellung nehmen. Das Unternehmen teilte aber am Montag mit, dass es gerne über die Sachlage Auskunft gebe, wenn die Finanzverwaltung sich melde.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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