
MasterdamEine hohe Nachfrage in den Wachstumsmärkten hat die Geschäfte des Brauereikonzerns Heineken 2011 kräftig angetrieben. Die Niederländer profitierten zudem von einem deutlichen Absatzplus der vergleichsweise teuren Stamm-Marke Heineken. Bereinigt um Effekte aus Währungsveränderungen sowie Zukäufen seien die Erlöse um 3,6 Prozent auf 17,1 Milliarden Euro geklettert, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Amsterdam mit. Insgesamt ergab sich ein Wachstum von 6,1 Prozent. Der operative Gewinn übertraf mit 1,58 Milliarden Euro den Vorjahreswert von 1,46 Milliarden. Mit den Kennzahlen übertraf Heineken die Erwartungen der Experten. Der Konzern kündigte zudem ein Sparprogramm über 500 Millionen Euro bis 2014 an.
Die zehn größten deutschen Biermarken laut der Marken-Hitliste des Getränkemarkt-Magazins „Inside“ 2011. Dabei handelt es sich nicht um Unternehmensangaben, sondern um Zahlen beziehungsweise Hochrechnungen des Fachmagazins. Die Brauereien haben ihre Zahlen zum Teil noch nicht veröffentlicht. Enthalten sind Biermischgetränke und alkoholfreies Bier. Bei Oettinger, Beck's, und Hasseröder ist jeweils nur der Inlandsabsatz berücksichtigt.
Erdinger
+ 4,4 Prozent
1,72 Millionen
Radeberger
+ 6,1 Prozent
1,96 Millionen
Paulaner
+ 0,4 Prozent
2,23 Millionen
Veltins
+ 4,2 Prozent
2,69 Millionen
Hasseröder
+ 9,9 Prozent
2,71 Millionen
Warsteiner
- 3,0 Prozent
2,72 Millionen
Beck's
+ 4,0 Prozent
2,75 Millionen
Bitburger
+ 2,8 Prozent
4,03 Millionen
Krombacher
- 0,3 Prozent
5,39 Millionen
Oettinger
- 2,1 Prozent
6,21 Millionen
Die 1864 gegründete Brauerei ist nach AB Inbev und SABMiller der drittgrößte Bierhersteller der Welt. Wie die Konkurrenten kaufen die Niederländer seit Jahren kleinere Brauereien hinzu. In Deutschland ist Heineken zum Beispiel seit 2002 über eine 49,9-prozentige Beteiligung bei der Brau Holding International (BHI) vertreten.
Gemeinsam mit dem Mehrheitseigentümer - der Schörghuber Unternehmensgruppe - kontrolliert das Unternehmen damit regional bekannte Marken wie Hacker-Pschorr, Kulmbacher, Paulaner, Schmucker, Thurn & Taxis oder Würzburger Hofbräu. Seit Ende März 2010 hat der Konzern das Biergeschäft des mexikanischen Getränkekonzerns FEMSA in Brasilien und Mexiko sowie Waverley TBS in Großbritannien übernommen.