Braukonzern
Inbev geht in die Offensive

Der Weltmarktführer Inbev rückt seiner chronischen Wachstumsschwäche in Westeuropa mit einer Reihe von Innovationen zu Leibe. In den europäischen Nachbarländern erweitert der Konzern seine Produktpalette.

BRÜSSEL. Der weltgrößte Braukonzern Inbev will mit einer Reihe von Produktinnovationen seine chronische Wachstumsschwäche in Westeuropa bekämpfen. In Deutschland kommen deshalb ab Juli zwei neue Biermischgetränke in Klarglasflaschen auf den Markt, die an die Erfolge von „Beck’s Gold“ und „Beck’s Green Lemon“ anknüpfen sollen.

Außerdem erweitert Inbev auch in den europäischen Nachbarländern seine Produktpalette: Beispielsweise erhält das belgische Weißbier „Hoegaarden“ mit „Citrons“ eine Zitrusvariante, die Traditionsmarke „Jupiler“ drängt mit „Blue“ in das Segment der Leichtbiere, während das internationale Premiumbier „Stella Artois“ in Großbritannien um „Artois Bock“, einem Starkbier, ergänzt wird. Insgesamt zählt Inbev auf ein gutes Dutzend Produkt- und Verpackungsinnovationen in Westeuropa, die allesamt in den letzten Monaten auf den Weg gebracht wurden.

Inbevs Westeuropa-Chef Stéfan Descheemaeker will mit dieser Innovationsoffensive den marginalen Anteil von einem Prozent, den die von ihm verantwortete Inbev-Region am Wachstum des Betriebsgewinnes hat, alsbald erhöhen. „Während wir in Lateinamerika inzwischen mehr als zwei Drittel unserer Wachstumskräfte schöpfen, kommen selbst aus Asien schon rund vier Prozent unseres Gewinnwachstums“, klagte Descheemaeker vor Journalisten in Brüssel. Die Innovations-Aktivitäten sollen nach dem Willen des Inbev-Vorstands den Bier-Ausstoß des Braukonzerns in Westeuropa im laufenden Jahr um mindestens vier Prozent steigen.

Im Vergleich mit internationalen Nahrungsmittelkonzernen wie Danone, die mit Wachstumsschüben von bis zu 20 Prozent jährlich rechneten, sei das zwar wenig, aber in der traditionell innovationsarmen Braubranche seien vier Prozent Volumenwachstum schon ein ambitionierter Wert, sagte Descheemaeker.

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