Braukonzern verliert weiteres Interesse an Deutschland
Heineken legt Fokus auf Osteuropa

Der niederländischer Bierkonzern Heineken gibt sich in mit seiner starker Marktposition im Süden zufrieden und hält sich von weiteren Zukäufen in Deutschland fern. Das Unternehmen sieht sich nach anderen Wachstumschancen um.

HB AMSTERDAM. Priorität beim Ausbau habe für den drittgrößten Braukonzern der Welt die Region Zentraleuropa, die von Polen bis nach Mazedonien reiche. Dort habe sich der Biermulti im vorigen Jahr durch die Übernahme der österreichischen Brau-Union bereits entscheidend verstärkt, sagte Heineken-Vorstandsmitglied Jean François van Boxmeer im Gespräch mit dem Handelsblatt.

„Die großen Konsolidierungsschlachten auf dem deutschen Markt sind vorüber“, sagte van Boxmeer. Zuletzt hatte der Oetker-Konzern die Dortmunder Brau und Brunnen AG übernommen, die Hamburger Holsten-Brauerei ging an die dänische Carlsberg- Gruppe. Dass die jüngste Konsolidierung auf dem deutschen Biermarkt ohne Beteiligung der Niederländer stattfand, bedauert der Heineken-Vorstand nicht. „Es war nichts dabei, was strategisch zu uns gepasst hätte“, erläutert van Boxmeer die Enthaltsamkeit von Heineken.

Die Joint-Ventures mit der saarländischen Karlsberg-Brauerei (Marken: Karlsberg Ur-Pils, Mixery) sowie der Münchner Schörg-huber-Gruppe mit den Marken Paulaner, Hacker-Pschorr und Kulmbacher bereiten den Niederländern offenbar große Freude, wie van Boxmeer bestätigte. Der für das Europa-Geschäft zuständige Heineken-Vorstand schwärmt besonders von der Weißbiermarke Paulaner.

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