Brems-Probleme VW ruft 50.000 Autos in China zurück

Volkswagen muss in China erneut fast 50 000 Autos in die Werkstätten rufen. Grund sind mögliche Probleme mit dem Bremssystem bei Beetle und Golf. Dabei ist China für VW so wichtig wie kein anderes Land.
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Der Absatz in der Volksrepublik hatte im vergangenen Jahr das Ergebnis für die Wolfsburger deutlich aufgebessert. Quelle: dpa
VW Werk In Chengdu

Der Absatz in der Volksrepublik hatte im vergangenen Jahr das Ergebnis für die Wolfsburger deutlich aufgebessert.

(Foto: dpa)

PekingRückrufe sind ein heikles Thema für Volkswagen in China. Als die Wolfsburger 2014 fast eine halbe Million Autos wegen Problemen mit der Hinterachse in die Werkstätten beorderten, gab es Proteste in vielen Großstädten. Ähnlich hatten schon Kunden bei einer Rückrufaktion im Vorjahr reagiert. Nun steht die nächste Rückrufaktion an – allerdings in deutlich kleinerem Umfang.

Wegen Problemen mit dem Bremssystem müssten fast 50.000 Autos in die Werkstätten, kündigte das chinesische Zentralamt für Qualitätsüberwachung an. Laut Behörde kann es bei einer dauerhaften Verwendung des Tempomats zu Problemen mit dem Vakuum-Bremskraftverstärker und dem Luftfilter kommen, wodurch sich das Bremspedal schwerer betätigen ließe.

Die Autos würden kostenlos nachgebessert, teilte ein Volkswagen-Sprecher am Montag mit. Es handle sich um ein mögliches Sicherheitsrisiko. Betroffen seien 44.718 Beetle mit Herstellungsdatum vom 1. Juli 2012 bis 6. August 2015 sowie 4762 Golf vom 1. Juli 2012 bis 6. Juli 2013. Kunden mit diesen Wagen sollten den Tempomat so lange nicht verwenden, bis sie eine Werkstatt aufgesucht hätten, empfahl das Unternehmen. Die Rückrufaktion startet am 6. Februar.

China ist so wichtig für VW wie kein anderes Land. Der Absatz in der Volksrepublik hatte im vergangenen Jahr das Ergebnis für die Wolfsburger deutlich aufgebessert. Dabei half, dass VW aufgrund strenger Vorschriften in China nahezu keine Dieselautos in der Volksrepublik verkauft hatte und der globale Skandal dadurch nahezu spurlos am Geschäft auf dem größten Automarkt der Welt vorüberging.

Hier lässt Volkswagen Autos bauen
Werk in Dresden
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Der Standort Dresden ist ganz der elektronischen Zukunft des Volkswagen-Konzerns gewidmet: In der sächsischen Landeshauptstadt produzieren 525 Mitarbeiter den E-Golf. Damit ist es das kleinste Werk des Autobauers in Deutschland.

Quelle: Volkswagen

Werk in Zwickau
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Roboter sind beim Karosseriebau des Golf VII im Werk der Volkswagen Sachsen GmbH im Einsatz. Im Werk in Zwickau bauen 8.820 Mitarbeiter den regulären Golf mit Verbrennungsmotor.

Werk in Chemnitz
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In Chemnitz lässt VW Motoren fertigen. 1.837 Mitarbeiter sind in dem Werk beschäftigt.

Werk in Salzgitter
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Auch in Salzgitter fertigen 6.906 Mitarbeiter Motoren. Im Bild: Dieselmotoren vom Typ MDB. Dieselfahrzeuge stehen im Zentrum des andauernden VW-Abgasskandals.

Werk in Emden
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Schweißroboter im Karosseriebau in der Passat-Produktion im Volkswagen-Werk in Emden. In dem niedersächsischen Werk arbeiten 9.017 Mitarbeiter.

Werk in Kassel
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Im VW-Werk Kassel in Baunatal werden Getriebe gefertigt. Mit 16.536 Mitarbeitern ist es die zweitgrößte Produktionsstätte der Republik.

Werk in Braunschweig
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Achsen und Lenkung stehen im VW-Werk Braunschweig auf der Agenda. In dem Werk arbeiten 7.031 Mitarbeiter.

Mit der Kernmarke verzeichnete VW im Dezember in China ein starkes Absatzplus von 28,7 Prozent auf 303.100 Autos. In Deutschland ist der Absatz dagegen um 14,3 Prozent auf 38.800 Autos zurückgegangen. Für das gesamte Jahr meldet VW einen Absatzanstieg bei der Kernmarke von 2,8 Prozent auf knapp 5,9 Millionen Fahrzeuge.

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