Bremsengeschäft Aktionäre stützen ZF-Offerte für Haldex

Grünes Licht von den Kartellbehörden gab es schon: Nun hat sich die schwedische Aktionärsvereinigung für eine Übernahme von Haldex durch Autozulieferer ZF ausgesprochen. Konkurrent Knorr-Bremse lässt aber nicht locker.
Autozulieferer ZF Friedrichshafen hat noch kein Bremsengeschäft, weshalb das Unternehmen von den Kartellbehörden ein Okay für eine Übernahme von Haldex bekommen hat. Quelle: dpa
Mittelstand investiert

Autozulieferer ZF Friedrichshafen hat noch kein Bremsengeschäft, weshalb das Unternehmen von den Kartellbehörden ein Okay für eine Übernahme von Haldex bekommen hat.

(Foto: dpa)

DüsseldorfIm Übernahmepoker um den schwedischen Bremsenspezialisten Haldex hat der Autozulieferer ZF Friedrichshafen weitere Unterstützer gefunden. Die schwedische Aktionärsvereinigung sprach am Montag eine Empfehlung für das Übernahmeangebot von ZF aus, obwohl es mit 120 Kronen fünf Kronen je Aktie niedriger ist als das des konkurrierenden Bieters Knorr-Bremse. Die Offerte von ZF habe die Zustimmung des Haldex-Verwaltungsrates und der Wettbewerbshüter gefunden, begründeten die Aktionärsvertreter ihre Empfehlung.

ZF und Knorr-Bremse kämpfen mit harten Bandagen um die Gunst der Haldex-Aktionäre. Die Führung des schwedischen Unternehmens hat sich offen für ein Zusammengehen mit dem Stiftungskonzern vom Bodensee ausgesprochen und Knorr die kalte Schulter gezeigt. ZF hält bereits 21 Prozent an Haldex.

Das sind die größten Autozulieferer
Platz 14: Valeo
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14,5 Milliarden Euro erwirtschaftete der französische Autozulieferer im vergangenen Jahr. Das Unternehmen wirbt unter anderem damit, dass jedes dritte Auto in Europa mit einer Valeo-Kupplung fährt.

Quelle: Berylls Strategy Advisors

Platz 13: Goodyear
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Der US-Konzern ist der weltweit drittgrößte Reifenhersteller und kam 2015 auf einen Umsatz von 15 Milliarden Euro.

Platz 12: Lear Corporation
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Der amerikanische Zulieferer stattet vor allem das Innenleben der Autos aus, unter anderem mit Sitzgarnituren. Mit einem Umsatz von 16,7 Milliarden Euro kommt Lear auf Rang zwölf.

Platz 11: Faurecia
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Der französische Automobilzulieferer designt und produziert Autositze, Abgasanlagen, Innenraumsysteme und Kunststoff-Außenteile. Die weltweit fast 100.000 Mitarbeiter erwirtschafteten im vergangenen Jahr 20,7 Milliarden Euro.

Platz 10: Michelin
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Der traditionsreiche französische Reifenhersteller kam 2015 auf einen Umsatz von 21,2 Milliarden Euro.

Platz 9: Johnson Controls
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Eine Batterie steht im Werk Johnson Controls in Hannover auf einem Produktionsband. Der Mischkonzern produziert und vertreibt Innenausstattungen und Elektroniksysteme vieler Autohersteller. Umsatz: 23,9 Milliarden Euro.

Platz 8: Bridgestone/Firestone
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Das japanische Unternehmen ist vor allem für seine Reifen bekannt. Im Jahr 2015 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 24,1 Milliarden Euro.

Der Autozulieferer hat bisher kein Bremsengeschäft und deshalb schon grünes Licht von Kartellbehörden für einen Kauf von Haldex. Knorr dagegen ist der Hauptkonkurrent der Schweden, sodass eine Fusion voraussichtlich nur mit Auflagen wie Teilverkäufen genehmigt würde. Die Münchner stockten ihre Beteiligung in der vergangenen Woche auf 15 Prozent auf.

Knorr-Bremse-Chef Klaus Deller äußerte sich am Montag bei der Veröffentlichung der Angebotsunterlagen zuversichtlich, „dass weitere Investoren den Wert erkennen, den wir bieten“. Haldex würde in seinem Haus „ein ausgezeichnetes Zuhause finden“ und eine wichtige Rolle spielen, warb er.

Die Aktionäre des schwedischen Bremsenherstellers haben jetzt vom 27. September bis zum 5. Dezember Zeit, sich für oder gegen das Angebot von Knorr-Bremse zu entscheiden. Die Annahmefrist für die Offerte von ZF Friedrichshafen endet am 3. Oktober.

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