Bremsenhersteller Haldex
„Knorr-Bremse-Offerte belastet unsere Vertragsgespräche“

Der schwedische Bremsenhersteller Haldex sieht sein Geschäft durch die unerwünschte Übernahmeofferte des deutschen Zulieferers Knorr-Bremse bedroht. Vor allem langfristige Verträge seien in Gefahr.
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StockholmDer schwedische Bremsenhersteller Haldex sieht sein Geschäft durch die inzwischen unerwünschte Übernahmeofferte des deutschen Zulieferers Knorr-Bremse beeinträchtigt. Wegen der Hängepartie sei es für Haldex inzwischen schwierig, langfristige Verträge mit Kunden abzuschließen, sagte Firmenchef Ale Bengtsson am Dienstag. „Eine Verlängerung des Bieter-Prozesses auch nur um wenige Monate könnte ein Wachstum von Haldex in den kommenden Jahren gefährden.“ Ähnlich hatte er sich schon Ende Juni geäußert. Für das zweite Quartal wies Haldex einen Rückgang des operativen Gewinns von 87 auf 78 Millionen Kronen (rund acht Millionen Euro) aus.

Das Übernahme-Vorhaben zieht sich seit rund einem Jahr hin. Knorr-Bremse bietet umgerechnet rund 580 Millionen Euro. Die bisherige Frist der EU-Wettbewerbshüter für eine Genehmigung läuft am 24. Juli aus. Zuletzt hatte es aber Hinweise gegeben, dass die Behörden das Vorhaben eingehend prüfen könnten - was eine Verlängerung um vier Monate bedeuten würde. Haldex unterstützt die Offerte nicht mehr, da das Unternehmen eine Zustimmung der Kartellwächter für unwahrscheinlich hält.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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