Briten fordern Öffnung des deutschen Strommarkts
Kein Ende beim Gaspreisanstieg in Sicht

Die Verbraucher in Deutschland müssen sich auf weitere Energiepreisanhebungen zum Anfang des kommenden Jahres einstellen. Nicht nur die Stromlieferanten, auch die Gasversorger drehen an der Preisschraube. Der designierte Wirtschaftsminsiter Edmund Stoiber (CSU) hat derwel angekündigt, alles dafür zu tun, die Preise für Gas und Strom wenigstens stabil zu halten.

HB HAMBURG/BERLIN. Ostdeutschlands größter Energielieferant Mitgas hat nach einer Verteuerung am Samstag eine weitere Anhebung im Visier. „Eine Erhöhung ist mehr oder weniger sicher“, sagte Firmensprecherin Annekatrin Blasczyk.

Am Samstag traten die neuen Mitgas-Preise für Haushalte und Kleinbetriebe in Kraft. Die Kosten für eine Kilowattstunde Heizgas stiegen um rund sieben Prozent auf 8,67 Cent brutto. Wer in einem Einfamilienhaus mit Erdgas heizt, zahlt nach der Mitgas-Preisrunde zum 15. Oktober bei einem Jahresverbrauch von 20 000 Kilowattstunden monatlich 9,66 Euro brutto mehr. Die Höhe der nächsten Preisrunde wolle das Unternehmen erst zum Jahresende bekannt geben, hieß es. Mitgas versorgt 186 000 Kunden und 19 Stadtwerke in Sachsen, Sachsen- Anhalt und Thüringen.

Nach Informationen der „Berliner Zeitung“ bereiten auch die Gas-Endversorgertöchter des Eon-Konzerns (Eon Hanse, Thüga) ebenso wie die des Essener Konkurrenten RWE, neben Mitgas beispielsweise auch Süwag, entsprechende Preisschritte vor. Zwar hüllen sich die Unternehmen zur konkreten Dimension der Preiserhöhungen noch in Schweigen. Doch sind Branchenkreisen zu Folge erneut Preisanhebungen von gut zehn Prozent im Gespräch.

Eon Hanse-Sprecherin Esther Seemann sagte in Hamburg: „Wir können definitiv sagen, wir halten die Preise in diesem Jahr stabil. Für das kommende Jahr ist noch keine Entscheidung getroffen worden über den Zeitpunkt einer möglichen Erhöhung oder über die Höhe“. Experten gehen aber schon wegen der Ölpreisbindung des Gases von steigenden Preisen aus. Hinzu kommt, dass die starke Energie- Nachfrage durch Wachstumsländer wie etwa China die Preise an den internationalen Energiemärkten in die Höhe schnellen lässt.

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