Britisch-niederländischer Stahlkonzern schafft nach vier Jahren Ertragswende
Corus verdient endlich Geld

Die britischniederländische Corus-Gruppe, drittgrößter Stahlhersteller in Europa, schreibt zum ersten Mal seit vier Jahren schwarze Zahlen.

mjh DÜSSELDORF. Der aus Frankreich stammende Konzernchef Philippe Varin kündigte gestern an, das operative Ergebnis in ersten sechs Monaten 2004 werde über 125 Mill. Pfund (188 Mill. Euro) liegen, vergleichen mit einem Verlust von 57 Mill. Pfund im Vorjahr. Auch für das Gesamtjahr ist Varin zuversichtlich. Dank eingeleiteter Kostensenkungen und einer steigenden Stahlnachfrage in Europa werde sich das Ergebnis im zweiten Halbjahr weiter verbessern. Über eine weitere Preiserhöhung im vierten Quartal – es wäre die dritte in diesem Jahr – sei noch keine Entscheidung gefallen.

Corus entstand 1999 aus der Fusion von British Steel und der niederländischen Hoogovens. Seitdem produziert das Unternehmen permanent Verluste, die sich inzwischen auf 2,5 Mrd. Pfund summieren. Nach mehreren Wechseln in der Chefetage scheint Corus unter der Führung von Varin wieder besseren Zeiten entgegen zu gehen. Der Franzose besorgte sich im Dezember 2003 über die Börse 300 Mill. Pfund frisches Eigenkapital, tauschte ein Drittel der 50 Topmanager aus und baute vor allem in Großbritannien Arbeitsplätze ab. Ende 2004 wird Corus noch 49 000 Beschäftigte zählen – nach 66 000 im Jahr 1999.

Der starke Zwischenbericht und der ermutigende Ausblick beflügelten gestern auch die Kurse anderer Stahlhersteller in Europa wie Thyssen-Krupp und Arcelor. Die Corus-Aktie dagegen konnte ihren anfänglichen Gewinne nicht halten.

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